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Kreditkarten: Gebührensenkung ein sehr umstrittener Erfolg

Niedrige Zinsen, höhere Kontoführungsgebühren und nun gegebenenfalls auch noch ansteigende Grundpreise für Kreditkarten. Verbraucher haben es derzeit nicht leicht, was die Preisentwicklung bei Banken und Sparkassen betrifft. Dabei wollte die Politik die Kosten für Verbraucher im Zusammenhang mit Kreditkarten doch eigentlich begrenzen. Warum dies unter dem Strich nicht uneingeschränkt zu funktionieren scheint, erläutern wir im folgenden Artikel.

Die Umsetzung einer grundsätzlich recht guten Idee der Politik ist noch ganz frisch, da mehren sich die eher kritischen Stimmen dazu. Die für Händler recht hohen Kreditkartengebühren sollten begrenzt werden. Damit sollte letztlich die Akzeptanz von Kartenzahlung ankurbelt und eine Kosteneinsparung für Händler erreicht werden. Die wiederum würden ihre Einsparungen (zumindest teilweise) an ihre Kunden, also alle Verbraucher, weiterreichen. Soweit die Theorie.



Neue Regeln für Gebühren

Bereits per 09. Dezember letzten Jahres wurde dazu das sogenannte Interbankenentgelt gesetzlich festgelegt. Dabei handelt es sich um die Gebühr, welche die Bank des Händlers an die Bank des zahlenden Kunden entrichtet und im Regelfall vom Händler zu tragen ist. Vor der verabschiedeten Regelung lag die Höhe der Gebühr bei ca. einem Prozent, aktuell nur noch bei 0,3 Prozent des Umsatzes. Dieser Satz gilt für Bezahlungen mit Kreditkarten. Doch auch klassische Kontokarten sind betroffen. Deren Gebührensatz sank von vorher 0,3 Prozent auch nun 0,2 Prozent vom Umsatz.



Mehrkosten für Verbraucher?

Dass die umgesetzten Pläne der Politik zu Preissenkungen für Verbraucher führen, kann sich Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte des Handelsverbands Deutschland (HDE) allerdings nicht vorstellen. Seiner Meinung nach führe die Gebührenbegrenzung allenfalls dazu, dass eigentlich längst überfällige Preiserhöhungen im Handel etwas hinausgezögert werden könnten. Diese seien vor allem nötig, um gestiegene Lohnkosten und den Mehraufwand für angezogene Energiepreise zu kompensieren. 

Nun könnte es für Verbraucher noch „dicker“ kommen. Denn aufgrund der für die Banken weggefallenden Einnahmen, bitten diese ihre Kunden auf anderen Wegen zur Kasse. „Wir mussten neu kalkulieren, weil uns Einnahmen verloren gehen“, meint beispielsweise Franz-Gerd Brökel von der Sparkasse Höxter in Westfalen. Diese erhöhte für 2016 den Grundpreis ihrer angebotenen Kreditkarte. Ihre Kunden zahlen letztlich - im Vergleich zum letzten Jahr – also drauf.



Leistungen der Karten in Gefahr

Dabei sind es jedoch nicht nur Anhebungen der Kartenpreise, die als Folge der Gebührenbegrenzung möglich sind. Auch die Leistungen von Kreditkarten könnten Einschränkungen unterliegen – als Maßnahme zur Kostenreduzierung. Zusatzleistungen wie zum Beispiel im Grundpreis enthaltene Versicherungen und Ähnliches stehen bei vielen Anbietern wohl auf dem Prüfstand. Für die ersten Kartenpakete sind bereits Verschlechterungen der Versicherungsbedingungen zu beobachten. Konkret betrifft dies höhere Selbstbehalte im Schadensfall, die den Inhaber der Karte im Fall der Fälle zukünftig schlechterstellen als bisher.



Gebührenerhöhung nichts Neues

Ohnehin war bereits in der zweiten Hälfte des letzten Jahres zu beobachten, dass viele Banken an der Gebührenschraube drehten. Vor allem die unbeliebten Kontoführungsgebühren wurden „angepasst“, wie es auf Nachfragen bei betreffenden Häusern oft hieß. Grund für diese Änderung sollte in erster Linie die nun schon lange anhaltende Niedrigzinsphase sein. Kreditinstitute verdienen kaum noch mit den auf Girokonten hinterlegten Geldern. In Ermangelung von Alternativen müssen sie die Gebühren ihrer Kunden erhöhen, um trotzdem kostendeckend arbeiten können. Die aktuell möglichen Kostenanhebungen für Kreditkarten sind für viele Verbraucher also wahrlich nichts Neues.

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