Bankgeheimnis

Stand: 02.02.2016

Kreditinstitute sind durch das Bankgeheimnis dazu verpflichtet, Informationen, die Sie als Kunden betreffen, gegenüber Dritten geheim zu halten. Darunter zählt Vertrauliches über Ihre persönliche, wirtschaftliche und finanzielle Situation. Aber auch konkrete Informationen, die Ihre Geschäftsbeziehung zur Bank, das heißt Konten, Geldanlagen und anderes, betreffen, geheim zu halten. Das Bankgeheimnis findet auch dann noch Anwendung, wenn die Geschäftsverbindung zwischen Ihnen und dem Kreditinstitut bereits aufgelöst wurde.

Gegenüber Vertretern des Kunden, wie beispielsweise einem Insolvenzverwalter, einem Kontobevollmächtigten oder einem Erben, dürfen die Banken hingegen Auskünfte erteilen. Zudem können bestimmte gesetzliche Vorschriften die Verschwiegenheitspflicht der Institute außer Kraft setzen – zum Beispiel im Falle eines Strafverfahrens. So sind in Ermittlungsverfahren und Strafprozessen gegenüber dem Staatsanwalt bzw. dem Richter entsprechende Auskünfte über den Kunden zu erteilen.

Verletzt ein Kreditinstitut das Bankgeheimnis, ohne dass eine derartige Ausnahmesituation vorliegt, so stellt dies einen Vertragsbruch dar. Sie haben dann als Kunde das Recht, die Geschäftsbeziehung zur Bank fristlos zu kündigen und unter Umständen Schadensersatz zu fordern.

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