NFC

Stand: 14.04.2016

NFC bedeutet Near Field Communication, also im Deutschen Nahfeldkommunikation. Dieser Standard dient der Übertragung von Daten auf kurzen Strecken von maximal 10 cm via Funktechnologie. Meist wird NFC beim kontaktlosen Bezahlen eingesetzt, weil die Informationen sicher verschlüsselt versendet werden. Unbefugte Dritte haben also keinen Zugriff auf die Daten, was NFC äußerst sicher macht.

Sicherheit

Die Sicherheit bei der NFC-Zahlung ist gewährleistet, da bei jedem Bezahlvorgang ein dynamischer Code erstellt wird, welcher nicht kopiert werden kann. Zudem müsste sich der unbefugte Dritte dem NFC-fähigen Gerät bis auf wenige Zentimeter nähern, um an die Daten zu gelangen. Dies ist eher unwahrscheinlich. Sollte doch solch ein Fall eintreten, wird maximal 25 Euro entwendet. Realistische Sicherheitsrisiken treten eher bei unverschlüsselten Datenverbindungen und verloren gegangenen Smartphones auf.

Bezahlen

deutschland-kreditkarten

NFC-Chips in Kreditkarten ermöglichen das sekundenschnelle Bezahlen, z.B. bei Lidl oder Aldi. Erkennbar ist diese Funktion für Inhaber einer NFC-fähigen Kreditkarte am WLAN-artigen Symbol auf der Vorder- oder Rückseite der Kreditkarte. Bei der Deutschland-Kreditkarte befindet sich dieses beispielsweise auf der Vorderseite rechts neben dem VISA-Logo. Das US-Kreditkartenunternehmen nennt diese kontaktlose Bezahlfunktion payWave - siehe Vorteile Deutschland-Kreditkarte.

Kunden müssen die Plastikkarte beim Bezahlen nur nah genug an das Kassenterminal halten. Für Einkäufe bis zu einem bestimmten Wert, meist 20 oder 25 Euro, ist die PIN-Eingabe und/oder Unterschrift entbehrlich. Darüber hinaus ist eine entsprechende Autorisierung notwendig.

Viele moderne Smartphones enthalten bereits standardmäßig einen eigenen NFC-Chip. Andere Geräte lassen sich wiederum mit einem entsprechenden Sticker nachrüsten. Dieser kann auf der Rückseite des Smartphones angebracht werden.

Aktiver und passiver Modus

Bei der Übertragung kann zwischen passivem und aktivem NFC-Modus unterschieden werden. Beim passiven Modus erzeugt nur ein Gerät ein elektromagnetisches Feld. Als Gegenstück dient ein anderer Datenträger wie ein Zugangsausweis oder eine EC-Karte. Das erste Gerät liest die Informationen aus und öffnet daraufhin die Tür oder führt die Transaktion aus. Passanten können beispielsweise eine Webseite öffnen, indem sie ihr NFC-fähiges Smartphone an ein intelligentes Plakat halten.

Im aktiven Modus erzeugen beide Geräte ein elektromagnetisches Feld und können so gegenseitig Daten austauschen. Anders als beim passiven Modus können sie jeweils als Empfänger und Sender agieren. Diese Variante kommt beim Ticket-System Touch&Travel der Deutschen Bahn zum Einsatz: Am Startort hält der Reisende sein Smartphone an eine NFC-Station – genauso wie am Zielort. Die App veranlasst die Abrechnung des Fahrpreises per Lastschrifteinzug.

Der NFC-Übertragungsstandard kann aber neben dem Zahlen z.B. auch für jegliche Werbung oder andere Zwecke eingesetzt werden. Die Datenübertragungsrate von NFC liegt bei maximal 424 kBit/s und reicht für kleine Datenmengen. Die sogenannte Nahfeldkopplung ist eine Weiterentwicklung des RFID-Standards.

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