2022: Rückgang von Falschgeld

19.08.2022

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Falschgeld-Blüten zurückgegangen. Die Gründe: Fälschungssichere Banknoten und die Corona-Pandemie. Deutsche Verbraucher greifen dieser Tage auf Alternativen wie Bankkarten und Mobile Payment per Smartphone oder Smartwatch zurück. Was Sie zum Thema wissen sollten, finden Sie in unserem Blog.

2022: Rückgang von Falschgeld

Der falsche Fünfziger macht die Runde

Immer weniger Falschgeld im Umlauf

Wer hatte noch nie eine Blüte in der Hand? Weniger deutsche Verbraucher als Sie vielleicht denken.

Auf 10.000 Einwohner in Deutschland kommen gerade einmal fünf gefälschte Bankkoten. Diese Daten gab die Deutsche Bundesbank für das erste Halbjahr 2022 heraus. Einen falschen Schein in die Hand zu bekommen, ist demnach unwahrscheinlich – aber keineswegs unmöglich.

An der Statistik von 2019 hat sich wenig geändert. 20- und 50-Euroscheine werden immer noch am häufigsten gefälscht. Aber wie erkennen Sie Falschgeld?

Falsches Geld erkennen

Fast täglich haben deutsche Konsumenten Bargeld in der Hand. Laut der Statistik der Deutschen Bundesbank haben Verbraucher im Schnitt 100 Euro Bargeld im Portemonnaie. Aber sind davon alle Scheine echt?
Im Rahmen der zweiten Euro-Serie wurden die Sicherheitsmerkmale auf Banknoten verbessert. Auf den ersten Blick sind falsche von echten Noten teilweise nicht zu unterscheiden.

Merkmale echter Euro-Scheine:

Fühlen:

  • Fühlbares Relief an der linken und rechten Vorderseite der Banknoten
  • Die Zahl der Banknoten ist ebenfalls geriffelt, aber nur bei 5 Euroscheinen
  • Das Papier der Noten fühlt sich nicht an wie normales Papier

Sehen:

  • Grüne Smaragdzahl, welche beim Kippen des Scheines glänzt (von tiefblau bis grün)
  • Hält man die Banknoten gegen das Licht, sieht man den Kopf der Europa im rechten silbernen Streifen und unter der Europa-Flagge als Wasserzeichen
  • Die Gegenlichtprobe zeigt in der Mitte den Sicherheitsfaden – dieser zeigt abwechselnd den Wert des Scheins und das Euro-Zeichen
  • Auf der Rückseite der Banknoten befinden sich verschiedene Brücken. Dort kann man am oberen Rand eine Mikroschrift erahnen

Hier sind nicht alle Merkmale aufgeführt. Auch die alte Euroserie hatte andere Sicherheitsmerkmale. Mehr dazu finden Sie auf der Seite der Bundesbank.

Falschgeld angenommen – was nun?

Ihnen wurde Wechselgeld gegeben und darunter befindet sich ein falscher Schein. Dann sollten Sie sofort die Polizei benachrichtigen.

Geben Sie die gefälschten Scheine nicht weiter! Denn bei der Weiter- und Rückgabe von Falschgeld machen Sie sich strafbar. Das gilt für Euroscheine sowie für Münzen.

Das Problem für Händler und Geschäfte

Der Bäcker von nebenan, die Eisdiele im Dorf und der Wochenmarkt – alle Orte haben eine Gemeinsamkeit. Richtig, Kartenzahlungen werden meist nicht akzeptiert. Hier geht täglich unzählig viel bares Geld durch die Hände. Unternehmen bekommen damit ebenso Probleme. Was passiert mit dem ganzen Bargeld?
Logischerweise gehen Angestellte und Geschäftsführer damit zur Bank oder Sparkasse und zahlen die Münzen und Scheine ein.

Aber was passiert, wenn am Bankschalter kein Bargeld mehr angenommen wird und der Bankautomat voll ist? Zukünftig werden immer mehr Bankschalter und Automaten eingespart. Daher geht es einer Zukunft ohne Bargeld entgegen. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) sieht dies ähnlich. Wenn die Prognosen stimmen, haben die Deutschen 2026 den digitalen Euro in der Wallet. Dieser könnte langfristig das Bargeld ergänzen.

Kartenzahlung und mobiles Bezahlen schützt

Dem Falschgeld-Problem können Sie aus dem Weg gehen. Bezahlen Sie, wenn möglich, einfach per Karte. Das schnelle, kontaktlose Bezahlen bietet Ihnen viele Vorteile. Wenn Sie eine kostenlose Visa-Card suchen, bietet die Deutschland-Kreditkarte Classic, alles was Sie benötigen.

Bildquellen:

PaySol.de