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Auxmoney knackt die Milliarde bei Krediten

12.09.2018

„So leiht man Geld heute – Alle für einen“. - So lautet der Slogan von Auxmoney, den die meisten Verbraucher bestimmt schon während der Werbepausen im TV-Programm gehört haben. Auxmoney zählt zum deutschen Urgestein, wenn es um das Verleihen von Krediten geht. Das Unternehmen hat nun einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt.

Auxmoney knackt die Milliardenmarke

Fintech-Unternehmen schießen praktisch wie Pilze aus dem Boden, da das Interesse an diesen besonderen Unternehmen immer weiter wächst. Da ist es kein Wunder, dass bereits bestehende Fintechs auch mehr Gewinn machen. Das Fintech „Auxmoney“ vergibt seit elf Jahren Kredite und hat nun die Milliardenmarke erreicht. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen Kredite in Höhe von einer Milliarde Euro ausgezahlt. Das Wachstum der Plattform hat sich zuletzt sehr stark beschleunigt. Allein im ersten Halbjahr 2018 hat das Fintech, nach eigenen Angaben, rund 33.000 neue Kredite mit einem Gesamtvolumen von 255 Millionen Euro ausgezahlt. Damit soll aber nicht genug sein. Geschäftsführer Raffael Johnen hat bereits die nächste Milliarde im Visier und will diese bis Ende 2019 erreicht haben. Seine Begründung für das starke Wachstum von Auxmoney ist simpel: „Plattformen wie Auxmoney entfalten ihr volles Potenzial erst ab einer gewissen Größe. So sind mit zunehmendem Volumen zum Beispiel größere Partner vermehrt daran interessiert, sich unserer Plattform anzuschließen.“

Was ist Auxmoney?

Auxmoney ist ein 2007 gegründetes Fintech-Unternehmen aus Düsseldorf. Auxmoney bezeichnet sich selbst als Kreditmarktplatz und vergibt Konsumentenkredite an Privatleute. Das Unternehmen startete als Plattform, die Kredite von Privatleuten an Privatleute vermittelt. Bei diesem Modell der Kreditvergabe handelt die Plattform als eine Art Aktionär, der Kreditnehmer und Kreditgeber zusammenbringt. Das Modell von Auxmoney hat sich aber mit der Zeit verändert und nach Angaben des Unternehmens selbst, sind mehr als die Hälfte des Kapitals von institutionellen Geldgebern. Über Auxmoney werden Kredite in Höhe von 1.000 bis 50.000 Euro vermittelt. Die Laufzeiten der Kredite liegen zwischen 12 und 84 Monaten. Je nach Bonität des Kreditnehmers kann der effektive Jahreszins bei bis zu 19,5 Prozent liegen. Dazu kommt noch eine einmalige Gebühr in Höhe von 2,95 Prozent des Nettokreditbetrags. Die Kreditnehmer sind vor allem Verbraucher, die woanders aufgrund ihrer schlechten Bonität keinen Kredit bekommen würde. Dazu zählen Personen wie Selbstständige, Freiberufler und Studenten. Die Kredite, die das Unternehmen vergibt, werden besonders häufig für den Kauf eines Autos oder einen Umzug genutzt. Das Geld wird von den Kunden aber auch für die Finanzierung von Möbeln, die Ablösung anderer Kredite oder den Ausgleich des Dispos genutzt. Auxmoney hat in seinem eigenen Fintech-Umfeld wenig Konkurrenz. Die meisten Anbieter haben ihr Geschäftsmodell so verändert, dass sie in keiner direkten Konkurrenz mit dem Düsseldorfer Fintech stehen.

Mit wem arbeitet Auxmoney zusammen?

Die Partner von Auxmoney sind neben institutionellen Geldgebern, auch Online-Vergleichsportale sowie mittlerweile zehn Banken. Ein bekannter Partner ist die Smartphone-Bank N26. Das Unternehmen hatte zuvor selbst Kredite vergeben, aber wollte ihr Angebot mit Hilfe von Auxmoney erweitern. Zu den weiteren Partnern gehören, laut Auxmoney, sowohl Genossenschaftsbanken als auch Sparkassen und Privatbanken. Die Zusammenarbeit funktioniert so, dass wenn eine Bank einem Kunden selbst keinen Kredit vermitteln kann, wird dieser nicht direkt abgewiesen. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall. Der Kunde kann sich direkt an einen Bankberater wenden und bei diesem ein Darlehen bei Auxmoney beantragen. An Investoren mangelt es dem Fintech wohl auch nicht. Allein der niederländische Versicherungskonzern „Aegon“ hat 2017 zugesagt, über drei Jahre hinweg insgesamt 1,5 Milliarden Euro für Kredite bereitzustellen. Es gibt noch weitere Investoren, die aber lieber anonym bleiben wollen.


Bildquellen:

Bildquelle: © Julia Lazarova | Dreamstime.com

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