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Bald keine Zuschläge für Kreditkarten mehr

03.03.2016

Online-Zahlungen werden für europäische Verbraucher bald kostengünstiger und sicherer. Am Donnerstag (8. Oktober 2015) stimmte das EU-Parlament in Straßburg dafür, Extra-Zuschläge („Surcharges“) abzuschaffen. Die neue Vorschrift soll allerdings erst 2017 in Kraft treten.

Was bedeutet das?

Konkret bedeutet das den Wegfall aller Aufschläge auf Kartenzahlungen mit Kredit- und Debitkarten, die beispielsweise Billig-Airlines verlangen. Auch VISA-Karten werden damit in der Anwendung günstiger. Hinzu kommt eine erhöhte Sicherheit bei Online-Zahlungen. Es gibt viele Online-Shops, die per “Sofort”-Button den Kunden Transaktionen anbieten, die anschließend die Geldüberweisung genau wie beim Online-Banking über das Bankkonto des Kunden laufen lassen. Diese Shops müssen ab 2017 bestimmte Anforderungen erfüllen, um auf Bankdaten eines Kunden zugreifen zu können. Die Authentifizierung und Sicherheitsmaßnahmen werden verbessert. Bei Fehlbuchungen haftet künftig der Anbieter, er muss dann seinem Kunden einen Fehlbetrag ersetzen.

Geringere Gebühren für Kreditkarten

Die Gebühren für einen Karteneinsatz will die EU schon lange deckeln, in die neue Verordnung wurde nun eine Gebührenbegrenzung inkludiert. Es kann zwar nach wie vor in Prozenten des Einkaufswertes abgerechnet werden, jedoch liegt die Obergrenze nun bei 0,3 %. Bislang konnte so eine Zahlung mit einem Prozent und mehr zu Buche schlagen. Verbraucher profitieren insgesamt davon, denn diese Gebühren tragen allein die Händler. Sie müssen sie aber auf die Preise ihres Gesamtsortiments umlegen, unabhängig davon, wie ein einzelner Kunde bezahlt. Damit dürften künftig alle Waren einen Tick günstiger werden, was bei einzelnen Händlern zu beobachten wäre. Europas Einzelhändler begrüßen diese Regelung, denn ihre Kosten für Kartenzahlungen betragen bislang jährlich rund zehn Milliarden Euro. Experten schätzen, dass diese Summe auf vier Milliarden Euro sinken könnte. Wie sich das im Handel auf die Preise auswirken wird, werden die Jahre 2017 und folgende zeigen.


Bildquellen:

Bildquelle: © Andrew Kazmierski | Dreamstime Stock Photos

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