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Bitcoins Achterbahnfahrt der letzten Tage

20.12.2018

Die letzten Tage und Wochen waren nur schwer für Bitcoinanleger zu ertragen. Der Bitcoin-Kurs rutscht seit Wochen immer weiter ab. Ein Ende dieser Abwärtsspirale ist derzeit nicht absehbar. Aber wie kam es zu diesem Absturz und welche Konsequenzen zieht dies nach sich?

Kursrutsch

Kryptowährungen waren zuletzt im Dezember 2017 auf einem Rekordhoch. Während des Krypto-Hypes schaffte es Bitcoin auf einen Wert von ca. 20.000 Dollar. Seitdem ist der Bitcoin erheblich im Kurs nach unten gerutscht. Nachdem die Kryptowährung in den letzten Monaten immer mehr an Wert verlor, ist sie jetzt erstmals seit mehr als einem Jahr wieder unter der 4.000 Dollar-Marke. Experten sehen in diesem Niedrigrekord einen Trend, der nicht so bald enden wird. Grund für den gewaltigen Kursverlust ist Schätzungen zufolge, die technisch Aufspaltung der Schwesterwährung „Bitcoin Cash“. Diese Abspaltung könnte den gesamten Kryptomarkt ins Wanken bringen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Kryptobranche noch in ihren Anfängen steckt. Der Hype um Kryptowährungen steigt nämlich immer dann, wenn auch der Preis steigt. Sobald der Preis fällt, sinkt auch die Nachfrage und die Spekulation. Es ist momentan nicht absehbar, ob dieser Kursrutsch vielleicht das Ende der „Bitcoin-Blase“ bedeuten könnte, aber es ist gut möglich. Es wird einige Zeit dauern bis sich die Kryptowährungen von dieser Talfahrt wieder erholen, wenn überhaupt.

Blockchains und Bitcoin Cash

Bitcoin und Bitcoin Cash sind Kryptowährungen, die auf „Blockchains“ basieren. Die Blockchains von Bitcoin ist die älteste existierende dieser Art. Sie startete bereits im Januar 2009. Eine Blockchain ist eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, die mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet sind. Bei Bitcoin und Bitcoin Cash bestehen Blockchains aus einer Reihe von Datenblöcken, in denen Transaktionen zusammengefasst werden. Bitcoin Cash ist eine Abspaltung von Bitcoin. Ziel dieser Abspaltung war die Erhöhung des Blockgrößen-Limits. Durch diese Erhöhung sind bei Bitcoin Cash mehr Transaktionen möglich als in der gleichen Zeit im Bitcoin-Netzwerk. Bei Bitcoin sind pro Sekunde circa sieben Transaktionen möglich. Grund für diese relativ niedrige Zahl ist, dass bei der Einführung 2010 Kryptowährungen noch sehr unbekannt waren und das Limit von sieben Transaktionen pro Sekunde bei weitem noch nicht ausgelastet waren. Das Limit wurde eingebaut, um mögliche Angriffe auf das Netzwerk mit übermäßig großen Blöcken zu verhindern. Bis zur Abspaltung waren die beiden Blockchains identisch. Im Prinzip ist Bitcoin Cash nur eine technische Lösung zur Erweiterung der Transaktionen. Das Blockgrößen-Limit wurde von 1 MB auf 8 MB angehoben.

Massenflucht nach dem Crash

Nach dem Kursrutsch von Bitcoin gibt es an den Kryptobörsen eine Art Massenflucht. Von dieser Massenflucht ist aber nicht nur Bitcoin betroffen, sondern auch andere Kryptowährungen wie Ripple, Ethereum und auch Bitcoin Crash. Von dem Kursverfall sind auch Kryptoschürfer in Fernost betroffen. In China, wo noch immer der Großteil des Kryptogeldes geschürft wird, geben kleinere Miner reihenweise auf. Es ist für die kleinen Miner nicht mehr profitabel, auch wenn sie den Strom, den sie beziehen, annähernd gratis erhalten. Eine gute Sache hat die Massenflucht vor den Kryptowährungen aber schon. Der Energiebedarf geht erstmals wieder zurück. Für die Erstellung von Bitcoin allein wurden vor rund zwei Wochen noch ein durchschnittlicher Jahresenergieverbrauch von 73 Terrawattstunden berechnet. Heute ist dieser aber bereits auf 54 Terrawattstunden gesunken. Offensichtlich hat der Kursrutsch von Bitcoin positive Auswirkungen auf die Umwelt, da weniger Energie verbraucht wird.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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