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Das Ende der Geldkarte naht

05.11.2020

Wer die Welt des Bezahlens immer weiter voranschreitet und manche Zahlungsmittel immer relevanter werden, verschwinden andere vor Markt.

Das Ende der Geldkarte naht

Es ist aktuell ein großer Trend: Immer mehr Verbraucher setzen auf eine Karte und Produkte wie die Deutschland-Kreditkarte sieht man an Kassenterminals aktuell so häufig wie wohl nie zuvor. Dadurch, dass Kreditkarten und Smartphones immer öfter zum Einsatz kommen, fallen andere Zahlungsmittel in der Gunst der Verbraucher zurück. Gewissermaßen schon jetzt ein Relikt der Vergangenheit ist dabei ein Kartentyp, der noch vor Jahren gar nicht unbedeutend war. Die Rede ist von der Geldkarte, die bei immer mehr Banken verschwindet.

Geldkarten haben sich selbst überlebt

Schon 2018 haben erste Banken damit begonnen, die Geldkarte aus dem Portfolio zu nehmen – das gilt etwa für die Deutsche Bank. Nun verstärkt sich der Trend noch mehr, denn die Karten werden immer seltener auch tatsächlich eingesetzt. Das liegt primär an den vielen Möglichkeiten, die das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarten und Smartphones bietet. Das führt wiederum dazu, dass immer mehr Banken die Geldkarte überhaupt nicht mehr anbieten. Neu verzichtet etwa die Commerzbank darauf, ihren Kunden überhaupt eine Geldkarte zu offerieren. Das Produkt wird eingestellt und kann nur noch von Bestandskunden genutzt werden. Andere Banken gehen einen ähnlichen Weg und schicken die Geldkarte in den Ruhestand.

Höhepunkt der Geldkarte im Jahr 2007

Die Geldkarte hatte es in Deutschland nie leicht, allerdings gab es auch deutlich bessere Zeiten. Das Jahr 2007 ist hierfür das beste Beispiel, denn damals war die Karte noch ziemlich im Trend. Insgesamt 53 Millionen Zahlungsvorgänge mit dem speziellen Kartentyp wurden in diesem Jahr verzeichnet – mehr als in jedem anderen Jahr der Existenz. In den Folgejahren ging es für die Geldkarte dann allerdings immer weiter bergab. Im Jahr 2016 wurden nur noch insgesamt 29 Millionen Bezahlvorgänge registriert. Zum Vergleich: Mit Girokarten werden jedes Jahr Milliarden Zahlungen allein in Deutschland abgewickelt. Entsprechend war zu erwarten, dass die Banken sich irgendwann komplett von der Geldkarte verabschieden würden.

Mitte der 2020er-Jahre verschwindet die Geldkarte

Die letzten Banken haben in diesen Monaten damit begonnen, gar keine Geldkarten mehr auszugeben. Gültig sind die Karten dabei immer vier Jahre, sodass schon jetzt klar ist, dass das Produkt rund um das Jahr 2025 komplett verschwinden wird. Dann kann man nur noch auf die Zeiten zurückblicken, in denen man die Geldkarte etwa am Zigarettenautomaten oder in der Schulmensa eingesetzt hat – oder aber in die schlimmen Momente, in denen die Karte verloren gegangen ist. Dann nämlich war das Guthaben von bis zu 200 Euro verloren. Dass bei solch einem gravierenden Nachteil die meisten Verbraucher heute eher auf ein Produkt wie die Deutschland-Kreditkarte setzen, sollte entsprechend niemanden überraschen.


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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.