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Das Konto für das gute Gewissen

23.03.2020

Unter dem Namen Tomorrow Zero ist in Deutschland ein ganz besonderes Konto gestartet – doch was hat es mit dem Klimakonto auf sich?

Das Konto für das gute Gewissen

Das Fintech Tomorrow hat sich in den letzten Monaten in Deutschland schnell einen Namen gemacht. Die Mission des Unternehmens war dabei von Anfang an klar: Es geht nicht darum das beste Produkt auf dem Markt zu bieten, wie es etwa bei der Deutschland-Kreditkarte der Fall ist. Vielmehr geht es Tomorrow darum ein gutes Banking-Erlebnis mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Dies war schon beim ersten Konto von Tomorrow so, doch im nächsten Schritt möchte die Bank noch weiter gehen.

Alle Emissionen mit Kontoführungsgebühren ausgleichen

Klappen soll das mit dem Produkt Tomorrow Zero, einem Premium-Girokonto, das allerdings weiterhin dieselbe Logik einer Online-Bank nutzt. Das Besondere an diesem Konto ist allerdings nicht, dass es besonders viele Leistungen bietet, sondern wofür die Kontoführungsgebühren genutzt werden. Tomorrow hat beim Launch bekanntgegeben, dass die Gebühren den gesamten CO2-Ausstoß eines Verbrauchers im Jahr ausgleichen sollen. Genutzt werden soll das Geld für Kompensationsprojekte in der südlichen Hemisphäre, ein Ansatz den auch viele andere Unternehmen wählen. Dafür arbeitet Tomorrow mit der Organisation ClimatePartner zusammen, die einen guten Ruf genießt.

15 Euro im Monat für das gute Gewissen

Für Verbraucher bedeutet das Tomorrow-Girokonto eine monatliche Gebühr von 15 Euro. Im Jahr fließen damit aber auch direkt 180 Euro an Klimaschutzprojekte, die dann etwa die Aufforstung oder auch den Bau von Brunnen in Afrika unterstützen und somit CO2 ausgleichen. Tomorrow verspricht, dass das gesamte Geld, das Kunden für die Kontoführung bezahlen, auch an die Projekte geht. Ob das genug ist, wird in der Szene natürlich scharf debattiert. Durchschnittlich rechnet man pro Verbraucher in Deutschland einen CO2-Ausstoß von knapp elf Tonnen. Der Ausgleich dieser Menge kostet bei den meisten Klimaschutzorganisationen zwischen 150 und 300 Euro, bei Climate Fair, wo auch sozio-ökologische Folgekosten eingerechnet werden, allerdings auch bei über 1.000 Euro.

Unbegrenzt kostenlose Abhebungen und Unterkonten

Neben dem guten Klimagewissen gibt es bei Tomorrow Zero aber natürlich auch noch ein paar andere Leistungen. Kunden können mit dem nachhaltigen Konto unbegrenzt häufig kostenlos Bargeld abholen. Darüber hinaus ist die Zahl der sogenannten Unterkonten nicht begrenzt, sodass Verbraucher beispielsweise ein Spar- oder Zweitkonto ohne Gebühren führen können. Die zusätzlichen Vorteile gegenüber dem kostenlosen Tomorrow Girokonto sind damit allerdings nicht besonders groß und es steht auch außer Frage, dass man für 15 Euro im Monat bei anderen Banken mehr Leistung bekommt – allerdings tut man bei Tomorrow Zero auch etwas für das Klima. Interessant ist der Ansatz des Hamburger Fintechs ohne Zweifel!


Bildquellen:

© Michal Wozniak | Dreamstime Stock Photos

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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.