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Das nächste Fintech greift in Deutschland an

10.12.2020

Der nächste Angreifer auf dem deutschen Markt: Nach der C24 Bank startet nun auch Klarna ein Girokonto in Deutschland.

Das nächste Fintech greift in Deutschland an

In den letzten Monaten tut sich auf dem Finanzmarkt in Deutschland wieder sehr viel. Zuerst gab es zahlreiche Meldungen rund um eine verstärkte Verbreitung von Apple Pay und Google Pay – bei der Deutschland-Kreditkarte werden beide Services schon seit langer Zeit angeboten – jetzt starten immer wieder neue Banken auf dem Markt. Ein gutes Beispiel dafür war vor wenigen Wochen bereits die C24 Bank, die mit drei neuen Girokonten mit Kreditkarte auf den Markt vorgestoßen ist. Nun folgt der nächste stark kapitalisierte Spieler: Klarna startet noch in diesem Jahr mit einem Girokonto auf dem deutschen Markt.

Erfolgreiches Fintech will Marktanteile gewinnen

Blickt man auf die hierzulande bereits verfügbare Klarna Card fällt schnell auf, dass diese mit Blick auf die Leistungen nicht mit anderen kostenlosen Kreditkarten wie der Deutschland-Kreditkarte mithalten kann. Doch genauso wie auch beim nun neu angekündigten kostenlosen Girokonto von Klarna geht es den Schweden auch gar nicht darum, unbedingt das allerbeste Produkt anzubieten. Vielmehr wollen die Schweden mit einem guten und praktisch nutzbaren Konto neue Kunden gewinnen und immer mehr Verbraucher davon zu überzeugen, die Klarna App herunterzuladen. Im für das schwedische Fintech wichtigsten Markt wurde die App schon jetzt von sechs Millionen Menschen heruntergeladen – dieser Marktanteil soll deutlich ausgeweitet werden.

Klarna muss mit dem Girokonto kein Geld verdienen

Dass der Fokus von Klarna nicht unbedingt darauf liegt, von Kunden hohe Gebühren zu nehmen, kommt nicht überraschend. Das Klarna Girokonto muss genauso wie auch die Kreditkarte des Unternehmens nicht unbedingt Geld verdienen. Vielmehr geht es darum, dass die Kunden aktiv die App nutzen und darüber ihre Einkäufe im Internet abwickeln. Beim Online-Shopping verdient Klarna nämlich kräftig mit, übernommen wurde vor wenigen Jahren der Dienst Sofort, der schnelle und einfache Zahlungen im Netz erlaubt. Durch das neue Klarna Girokonto müssen Kunden nicht mehr gesondert ein anderes Konto hinterlegen, um den Dienst zu nutzen, sondern können die Einkäufe einfach direkt über die App mit dem eigenen Klarna Konto bezahlen – das soll den Einkaufsprozess noch einmal deutlich vereinfachen.

Bank in Verbindung mit Online-Shopping

Generell geht die Klarna App einen anderen Weg, als man ihn von anderen Fintechs kennt. Es geht keineswegs nur um die Finanzprodukte, sondern eben auch darum, dass die Kunden möglichst viele Einkäufe im Netz über die App tätigen. Zwar kann man auch mit Kreditkarten wie der Deutschland-Kreditkarte problemlos im Netz bezahlen, Klarna möchte diesen Prozess aber noch einfacher machen. Man kann gespannt sein, ob das Unternehmen mit diesem Ansatz noch mehr Kunden von sich überzeugen kann – die Marktkapitalisierung von neun Milliarden Euro spricht auf jeden Fall für die Schweden.


Bildquellen:

© Damian Mayhew | Dreamstime Stock Photos

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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.