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Der nächste Technikkonzern möchte ein Kreditkarte anbieten

15.06.2020

Mobilfunkkonzerne drängen immer weiter auf den Finanzmarkt. Neuestes Beispiel: Samsung. Doch ist das erdachte Produkt auch wirklich attraktiv?

In Deutschland wird die Welt der Kreditkarten noch von klassischen Banken dominiert. Deshalb sind Produkte wie die Deutschland-Kreditkarte mit geringen Gebühren auch besonders attraktiv, denn im Verhältnis zu anderen Ländern bieten viele klassische Banken nur Kreditkarten mit recht hohen Gebühren an. Das liegt wohl auch an der fehlenden Konkurrenz, denn die USA zeigen, wohin die Reise in der Welt des Bezahlens gehen kann. Hier drängen immer mehr Technikkonzerne auf den Markt für das Bezahlen im Alltag.

Samsung will Banken ebenfalls Konkurrenz machen

Bereits seit vielen Monaten ist in den USA die Apple Kreditkarte auf dem Markt. Seitdem konnten bereits Millionen Nutzer für das Produkt begeistert werden. Doch das Problem von US-Banken hört hier noch nicht auf, denn immer mehr Technologiekonzerne drängen in den Bezahlmarkt. Dabei geht es weniger um kleinere Neo-Banken wie etwa die N26, die in Deutschland sehr erfolgreich ist. Vielmehr geht es um die großen Technikriesen. Google hat vor Kurzem die Einführung von Girokonto und Kreditkarte angekündigt und wird sicherlich viel Geld in die Hand nehmen, um die Produkte bekannt zu machen. Und jetzt gibt es sogar noch einen neuen Konkurrenten für die Banken in den USA: Samsung möchte den Bezahldienst Samsung Pay deutlich ausweiten und neu ein Produkt unter dem Namen Samsung Money einführen.

Samsung Money soll mehr sein als eine Kreditkarte

Die Idee hinter dem neuen Produkt von Samsung ist es, mehr als nur eine Zahlkarte zu bieten. Samsung Money soll eine Debitkarte mit einem Girokonto verbinden und somit ein Frontalangriff auf die Finanzwelt sein, wie sie der Kunde aktuell kennt. Damit aber nicht genug, denn Samsung möchte besonders mit Blick auf die Gebühren angreifen. So plant Samsung darauf zu verzichten, eine Kontoführungsgebühr zu erheben und auch alle Zahlungen in Fremdwährungen sowie im Ausland sollen komplett kostenlos sein. Auch Überziehungszinsen soll es nicht geben. Geld verdienen will Samsung wohl mehr durch Kundenbindung denn durch das Produkt selbst. Für Banken ist das schwierig, denn sie können unter diesen Umständen kaum konkurrieren.

Start in Deutschland wohl nicht allzu bald

So interessant Samsung Money auch klingen mag – ein Marktstart in Deutschland in nächster Zeit ist eher unwahrscheinlich. Selbst Samsung Pay hat es fünf Jahre nach Marktstart noch nicht nach Deutschland geschafft, sodass auch Samsung Money wenn überhaupt mit großer Verzögerung nach Deutschland kommt. Ob Apple Kreditkarte, Google Kreditkarte oder nun auch Samsung Kreditkarten – die Deutschen müssen sich bei solchen Innovationen meist lange gedulden. 


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