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Der Schufa-Score

18.03.2019

Die Schufa wird immer dann über Informationen zu Verbrauchern oder Unternehmen befragt, wenn deren Kreditwürdigkeit für einen Vertragsabschluss wichtig ist. Das „Scoring“ der Schufa ist ein essenzieller Teil der Kreditwürdigkeit. Aber wie funktioniert das Scoring überhaupt und woher wissen Verbraucher wie es um ihren Schufa-Score steht?

Wie funktioniert das „Scoring?“

Der Schufa-Score hat Auswirkungen auf die Chancen eines Kredits. Ein Verbraucher, der nahe an dem „perfekten Score“ ist, hat den Vorteil, dass eine Bank ihm sehr viel eher einen Kredit gewährt. Wie genau der Score ermittelt wird, legt die Schufa nicht offen. Alle Informationen, die die Schufa über einen Verbraucher erhalten kann, werden intern so verarbeitet, um sie vergleichbar mit anderen Verbrauchern zu machen. Dabei werden die Daten aber anonymisiert. Diese Anonymisierung führt dazu, dass es keine konkrete Auflistung über einzelne Verträge gibt. Das Scoring hilft dabei, mit einem Blick eine Beurteilung über die Kreditwürdigkeit (Bonität) einer Person vornehmen zu können. Der Score einer Person wird in Prozenten angegeben. 100 Prozent sind dabei die beste Beurteilung und 0 Prozent die schlechteste. In der Praxis werden aber so gut wie nie 100 oder 0 Prozent als Score vergeben. Fehler bei den Einträgen der Schufa können zur Folge haben, dass der Schufa-Score schlechter ausfällt als er eigentlich sollte. Dies wiederum führt dazu, dass die Vertragspartner der Schufa diesen falschen Score erhalten und davon ausgehen, dass eine verminderte Bonität vorliegt. Ein Vertragsschluss kommt dann nur noch selten oder gar nicht mehr zustande. Die Folge davon ist, dass Betroffene aufgrund dieses Fehlers keine Kredite mehr gewährt bekommen und nicht so leicht Mietverträge und Mobilfunkverträge abschließen können.

Wie können Verbraucher ihre Daten überprüfen?

Verbraucher haben das Recht, die von der Schufa gespeicherten Daten, abfragen zu können. Von Zeit zu Zeit sollten diese auch aus Sicherheitsgründen abgefragt werden. Dadurch können böse Überraschungen vorgebeugt werden. In jedem Fall sollte eine Auskunft eingeholt werden, bevor ein Kredit aufgenommen wird oder eine große Investition, wie ein neues Haus oder Auto ansteht. Die Selbstauskunft kann im Internet abgefragt werden oder per Post bestellt werden. Einmal pro Jahr können Verbraucher sich eine kostenlose Auskunft über die gespeicherten Daten von der Schufa geben lassen. Sollten die Daten öfter als einmal im Jahr abgefragt werden, fallen Kosten an. Diese variieren je nach Art der Auskunft.

Was können Verbraucher tun, wenn die gespeicherten Daten nicht stimmen?

Wem ein bestimmter Vertragsschluss verwehrt wird mit dem Grund, dass die benötigte Bonität fehlt, fragt sich meist nach der Ursache. Manchmal sind falsch eingespeicherte Daten bei der Schufa schuld daran. Verbraucher, die feststellen, dass die Schufa falsche oder veraltete Daten über sie gespeichert hat, sollten sich um deren Berichtigung oder Löschung kümmern. In einem solchen Fall sollte sich direkt an die Schufa gewandt werden. Es ist wichtig fehlerhafte Daten löschen zu lassen, da die Schufa einen ansonsten als Risikokunden einstufen könnte. Es ist zudem auch sinnvoll die Berichtigung der Daten vom jeweiligen Vertragspartner der Schufa zu verlangen. Unter Umständen kann es geschehen, dass die Vertragspartner nicht sofort oder sachgerecht auf die Anfrage der Änderung der Daten antworten. Sollte dieser Fall eintreten, hilft es rechtsanwaltlichen Druck aufzubauen, damit die falsche Eintragung behoben wird.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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