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Die Deutschen verändern Ihr Zahlungsverhalten

21.05.2020

Die Deutschen versuchen sich aktuell so sehr wie nie daran, neue Zahlungsmethoden auszuprobieren. Fast jeder Zweite ändert sein Zahlungsverhalten.

Wer in den letzten Wochen den Blick an der Supermarktkasse darauf gelenkt hat, wie die Verbraucher bezahlen, dem ist sicherlich besonders eine Sache aufgefallen: Die Kunden entscheiden immer öfter dazu, nicht mit Bargeld zu bezahlen. Stattdessen wird eine Girokarte oder eine Kreditkarte gezückt, auch ein Smartphone sieht man von Zeit zu Zeit. All das war auch schon vor dem Coronavirus der Fall, allerdings hat Bargeld gemeinsam mit der Girokarte hier noch klar dominiert – die anderen Zahlungsmethoden waren eher die Ausnahme. Doch mit der Krise rund um das Virus hat sich der Wind gedreht und immer mehr Deutsche versuchen sich an neuen Zahlungsmethoden.

Smartphones sind im Supermarkt nicht mehr die Ausnahme

Wer seine Deutschland-Kreditkarte mit Apple Pay verknüpft und damit im Supermarkt bezahlt, der war noch vor einigen Wochen eine absolute Ausnahmeerscheinung. Zuletzt hat sich das geändert, denn selbst das Mobile Payment scheint mittlerweile wirklich in Deutschland angekommen. Passend dazu erklärt Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Auch die Nutzung des Smartphones an der Kasse ist inzwischen Alltag." Ein solches Statement hätte man vor Wochen wohl kaum erwartet. Allerdings handelt es sich nur um einen Baustein eines großen Wandels rund um das Bezahlen, den Anfang des Jahres wohl noch kaum jemand in Deutschland erwartet hätte.

Fast jeder Zweite verändert das eigene Zahlungsverhalten

Gravierender als der Fakt, dass man mehr Smartphone an der Kasse zu Gesicht bekommen, ist der allgemeine Wandel des Zahlungsverhaltens der Deutschen. So hat die Bundesbank in einer neuen Umfrage herausgefunden, dass 43 Prozent der Deutschen aktuell ihr Zahlungsverhalten verändern. Das ist der höchste je gemessene Stand und selbst im Vergleich zu April (25 Prozent) noch ein enormer Anstieg. Der Hintergrund ist zweifelsfrei, dass das Coronavirus dafür sorgt, dass die Verbraucher weniger auf Bargeld und mehr auf Karten wie die Deutschland-Kreditkarte setzen. Doch auch die Banken haben klug gehandelt: Sie haben in den letzten Wochen vielfach das Limit für kontaktlose Zahlungen von 25 auf 50 Euro erhöht, womit Kunden noch öfter virenfrei bezahlen können.

Kontaktloses Bezahlen profitiert besonders stark

Wie groß die Rolle des kontaktlosen Bezahlens ist, zeigt die Umfrage ebenfalls. „Auch die Nutzung des Smartphones an der Kasse ist inzwischen Alltag“, ließ Burkhard Balz in dem Gespräch verlauten. Dienste wie Apple Pay oder Google Pay und kontaktlose Zahlungen könnten in Deutschland nun endlich den Durchbruch schaffen. Dass sich das nach der Krise wieder ändern wird, darf man dagegen anzweifeln. Smartphones und Kreditkarten wird man in Zukunft deutlich häufiger am Kassenterminal beobachten können.


Bildquellen:

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

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