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Die Digitalisierung des Bezahlverkehrs

24.04.2018

Die zunehmende Digitalisierung in unserer westlichen Gesellschaft wirkt sich zunehmend auch auf den Online-Handel und dessen Bezahlverkehr aus. Der Markt wird durch neue Technologien und virtuelle Währungen verändert. Doch sind Online-Händler und Kunden bereits für diesen Wandel offen? Dieser und anderen Fragen sind wir nachgegangen.

Der Wandel des Bezahlverkehrs

Das Bezahlen im Internet ist schon seit einigen Jahren zur Normalität geworden. Anbieter wie PayPal werden von Millionen Kunden genutzt. Mittlerweile wird auch in Deutschland immer mehr online in Supermärkten eingekauft. Trotz dieser Häufung setzen Kunden immer noch am liebsten auf Bargeld. Nach wie vor bleiben klassische Zahlungsmethoden die beliebtesten. Wenn es zum Bezahlen im Online-Bereich kommt, haben die Kunden ein großes Angebot an Zahloptionen. Die meisten Online-Händler bieten ein breit gefächertes Angebot an Zahlungsoptionen an. Paypal und Vorkasse stehen bei diesen Optionen an der Spitze der Präferenz. Andere Zahlungsarten, die auch oft genutzt werden, sind das Zahlen per Rechnung, Kreditkarte, Sofortüberweisung oder Lastschrift. Händler bieten dieses breite Angebot an Zahlungsoptionen an, da der Kunde so eher seine bevorzugte Zahlungsart findet. Die Gefahr eines abgebrochenen Kaufvorgangs wird so minimiert wie auch die Gefahr des Umsatzverlusts für den Händler. Der E-Commerce-Markt scheint zwar offen zu sein für Neuerungen und eine größere Auswahl im Payment-Sektor, aber setzt trotzdem weiterhin auf altbewährte Zahlungsarten. Die herkömmlichen Zahlungsarten bringen Sicherheit und Vertrauen für Händler und Kunden.

Digitalisierung im Alltag

Viele Aspekte des alltäglichen Lebens finden heutzutage über das Internet statt. Beispielsweise der Lottoschein. Mittlerweile kann dieser über das Smartphone erworben, ausgefüllt und abgeschickt werden. Auch Spielbanken lassen sich immer häufiger im Internet finden. Teilweise sind diese sogar beliebter, als die herkömmlichen Casinos. Für Online-Casinos ist es besonders wichtig ist eine sichere Art zu zahlen. Geld muss sicher ein- und ausgezahlt werden können. Alle seriösen Casinos bieten eine moderne Verschlüsselungstechnologie an und führen strenge Vorkehrungen zur Identifikation des Nutzers durch. Viele Casinos bieten neben Kreditkartenzahlungen auch Zahlungen mit Paypal an. Oft werden auch noch weitere Zahlungsmethoden angeboten. Auch der Erwerb von Karten für Veranstaltungen ist ein Markt im Internet. Da der Online-Einkauf zum Alltag geworden ist, werden Konzertkarten oder Karten für das Fußballstadion auch immer häufiger im Internet gekauft als an der Abendkasse. Häufig vertrauen Kunden auch lieber großen, bekannten Marken wie Media Markt, Amazon und Ebay.

Zukunftsaussichten

Im Vergleich mit anderen Ländern gehen deutsche Kunden immer noch sehr vorsichtig damit um, wenn es im Internet um das Bezahlen geht. Die Zukunftsaussichten für das Online-Bezahlen mit den neuen Bezahlsystemen stehen an sich gut. Einige Bezahlsysteme sind allerdings noch nicht ganz angekommen. Das neue Bezahlsystem paydirekt hat bisher weder bei Kunden noch bei Händlern große Relevanz. Auch alternative Währungen tun sich in der Praxis noch schwer. Bitcoin an sich wird von Kunden für interessant gehalten, aber auch für zu unsicher. Bitcoin hat sich bisher nicht im Online-Handel großflächig etablieren können. Befürworter der Kryptowährungen sehen sie als krisensicheres Zahlungsmittel an und sind sich sicher, dass es das Zahlungsmittel der Zukunft ist. Händler sehen Kryptowährungen in den meisten Fällen als zu anonym und undurchsichtig an. Auch wenn sich digitale Kryptowährungen nie durchsetzen sollten, wird es trotzdem zu Änderungen im Zahlungsverhalten kommen. Die Tatsache, dass PayPal mit zu den beliebtesten Zahlungsarten gehört, demonstriert, dass sich die Digitalisierung Schritt für Schritt durchsetzt. Zahlungsarten müssen sich in diesen Zeiten neuen Herausforderungen stellen und es müssen sichere, innovative Zahloptionen entwickelt werden, denen Händler und Kunden vertrauen können.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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