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Die neue Euro-Serie

30.05.2019

Der Euro wurde am 1. Januar 2002 zur offiziellen Währung Deutschlands und den weiteren Euro-Staaten. Bereits am 1. Januar 1999 wurde der Euro als Buchgeld eingeführt. Nach 17 Jahren Euro wurden die Euro-Banknoten jetzt erneuert und Mängel behoben. Die neue Euro-Serie läutet das Ende der alten Scheine ein.

Das Ende der alten Scheine

Seit dem 28. Mai 2019 sind offiziell die neuen 100- und 200-Euro-Scheine erhältlich. Bis sie aber bei Banken, Sparkassen und im Handel wirklich in den Umlauf kommen, wird es aber noch einige Zeit dauern. Für die alten Scheine bedeutet die Ausgabe der neuen aber nicht das sofortige Ende. Die alten Scheine werden weiterhin gültig bleiben, haben allerdings an sich ausgedient. Sie werden nach und nach eingezogen und ersetzt. Mit dem Beginn der Ausgabe der neuen Scheine ist die zweite Serie der Euro-Banknoten komplett. Mehr als 2,4 Milliarden neue Scheine werden die Notenbanken der 19 Euro-Staaten nun ausgeben. Davon sind rund 2,3 Milliarden 100-Euro-Scheine und 700 Millionen 200-Euro-Scheine. Das sind deutlich mehr Scheine als noch bei der ersten Serie. Grund dafür ist, dass der 200-Euro-Schein in Zukunft stärker nachgefragt wird, weil der 500-Euro-Schein wegfällt. In der zweiten Euro-Serie wurde bewusst auf den 500er verzichtet. Zuvor hat die Bundesbank, wie auch andere Notenbanken, bereits die Ausgabe der 500 Euro-Scheine eingestellt.

Mehr Sicherheit bei den neuen Scheinen

Der Grund dafür, dass die Bundesbank und die anderen Notenbanken die Ausgabe des 500-Euro-Scheins eingestellt haben, liegt bei dem Sicherheitsaspekt. Beschlossen wurde das Ganze von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mai 2016. Hintergrund dieses Beschlusses ist, dass der größte Euro-Schein sehr oft bei kriminellen Geschäften und zur Terrorismusfinanzierung verwendet wird. Die Scheine, die bei den Notenbanken landen, werden deshalb auch direkt vernichtet. Die noch umlaufenden Scheine bleiben allerdings unbegrenzt gültig. Aktuell sind noch 507 Millionen 500-Euro-Scheine um Umlauf. Die Sicherheit war auch ein großes Thema bei der neuen Euro-Serie. Die neuen Banknoten sollen noch sicherer sein und es Fälschern schwer machen. Erreicht wird das durch zwei neue Sicherheitsmerkmale auf den Scheinen. Auf der Vorderseite der Scheine ist links unten, wenn der Schein gekippt wird, neben der Smaragdzahl, jetzt zusätzlich auch das Euro-Symbol zu erkennen. Zusätzlich gibt es rechts auf der Vorderseite oben im Streifen mit den Hologrammen ein neues sogenanntes „Satelliten-Hologramm“. Um die Zahlen von 100 und 200 bewegen sich beim Kippen des Scheins zwei farbige Euro-Symbole. Aber nicht nur die Sicherheit ist besser geworden, die Banknoten haben sich auch sonst noch vom Aussehen verändert. Im Gegensatz zu den bisherigen 100- und 200-Euro-Scheinen sind die Farben jetzt um einiges kräftiger. Auch sind die Scheine etwas kleiner. Anstatt den bislang 82 Millimetern, sind die neuen Scheine nur noch 77 Millimeter hoch. Grund für diese Änderung ist, dass die Geldbeutel der Verbraucher immer schmaler werden und sich die kleineren Banknoten besser verstauen lassen.

Erfolg durch Testphase

Damit die Umstellung nicht ganz so plötzlich kommt, hat die Bundesbank seit September den Banken sowie den Nahverkehrsunternehmen, wie auch der Automatenindustrie und der Gastronomie bereits neue Scheine zur Verfügung gestellt. Schließlich müssen mehr als 34.000 Banknoten-Automaten, 14.000 Kassentresore und 20.000 Ein- und Auszahlungsautomaten auf die neuen Scheine umgestellt werden. Dazu kommen noch ein halbe Millionen Verkaufsautomaten. Experten sind sich sicher, dass die Umstellung der Automaten auf die neuen Scheine und die Sicherheitsmerkmale ohne Probleme funktionieren wird. Die Testphase soll bis November dauern und dann wird eine Bilanz über die neuen Banknoten getroffen.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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