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Die Schnäppchen-Tage im November

27.11.2018

Sparfüchse zählten bereits die Tage runter. Es ist November, was bedeutet, dass die Schnäppchen-Tage wieder vor der Tür stehen. Jedes Jahr gegen Ende November finden online und offline Tage statt, an denen Händler ihre Preise drastisch reduzieren. Clevere Sparer schlagen hier vor allem bei großen Investitionen zu.

Alle Jahre wieder

Mit den Schnäppchen online verhält es sich ähnlich wie mit den Lebkuchen im Einzelhandel. Jedes Jahr beginnt das Geschäft gefühlt früher. Online starten die Händler dieses Jahr aber tatsächlich sehr früh, um den Kunden möglichst früh zu vermitteln, wo sie ihre Schnäppchen kaufen sollen. Statistisch gesehen gibt jeder Deutsche rund 472 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Zwei Drittel dieser Geschenke werden online bestellt. Händler machen sich dieses Wissen jedes Jahr zu Nutze, um möglichst viel Umsatz zu machen.

Black Friday, Cyber Monday und Co.

Der November ist der Monat der Schnäppchen-Tage. Der Black Friday fand dieses Jahr am 23. November statt und der Cyber Monday am 26. November. Der Onlineversandhändler Amazon begann bereits am 19. November seine Cyber-Monday-Woche. Bis zum eigentlichen Cyber-Monday eine Woche später, sollen sich auf Amazon schon Rabatte bis zu 50 Prozent finden lassen. Die Idee dahinter ist simpel. Amazon will seinen Kunden so früh wie möglich klar machen, auf welcher Webseite sie einkaufen sollen. Insbesondere Amazon Prime Kunden sollen von der Cyber-Monday-Woche profitieren können. Das amerikanische Unternehmen will mit Tagesangeboten locken, die nur solange erhältlich sind, solange der Vorrat reicht. Zusätzlich wird Amazon in diesen Tagen einen Popup-Store in Berlin eröffnen. Der Black Friday wird hierzulande aber auch immer bedeutender, online und offline. Der Tag kommt aus den Vereinigten Staaten und läutet die Weihnachtseinkaufsaison ein. Er findet immer an dem Freitag nach Thanksgiving statt. Während allerdings die Einnahmen in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren während des „Black Friday-Sales“ zunehmend gesunken sind, konnte sich der Schnäppchen-Tag hierzulande etablieren. Ein weiterer Schnäppchen-Tag ist der chinesische „Singles Day“, an dem vor allem das Online-Auktionshaus Alibaba verdient. In Deutschland konnte sich dieser Schnäppchen-Tag bisher noch nicht etablieren, was aber auch an den Übersetzungsproblemen liegt, mit denen europäische Kunden von Alibaba klarkommen müssen.

Kritik an den Schnäppchen-Tagen

Für Verbraucher kommen die Schnäppchen-Tage wie ein Segen, aber nicht alle sind von diesen Tagen so begeistert. Verbraucherschützer kritisieren an diesen Tagen, dass diese zu „künstlich“ aufgeblasen seien. Oft würde der Rabatt nicht ausgehend vom tatsächlichen Marktpreis, sondern von der weit über den handelsüblichen Preisen angesetzten unverbindliche Preisempfehlung berechnet. Für Verbraucher, die an diesen Tagen wirklich Schnäppchen machen wollen, gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Im Vorfeld sollten interessante Angebote überprüft werden. Preismaschinen im Internet helfen dabei, zu sehen, welche Angebote tatsächlich an den Schnäppchen-Tagen günstiger sind. Um gegen den Konsum der Schnäppchen-Tage vorzugehen, gibt es seit 1992 einen Aktionstag, der für die Konsumverweigerung steht. Erfunden wurde der Aktionstag vom kanadischen Künstler Ted Dave und wird jährlich von diversen Organisationen unterstützt und soll bewusstes Einkaufsverhalten und Nachhaltigkeit fördern. Dieser „Kauf-nix-Tag“ (englisch: „Buy-Nothing-Day“) findet in Nordamerika am letzten Freitag und in Europa am letzten Samstag im November statt. Das bedeutet, dass der „Kauf-Nix-Tag“ zeitgleich mit dem „Black Friday“ stattfindet. Organisiert wurde der „Kauf-Nix-Tag“ bereits in über 60 Ländern.


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Bildquelle: © Costasz | Dreamstime.com

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