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Die Tücken des kontaktlosen Bezahlen

25.02.2018

Das Szenario ewig in der Schlange an der Kasse zu stehen, ist allen bekannt, aber die Methode wie das gefühlt endlose Warten beschleunigt werden kann, ist noch nicht unter den Verbrauchern weit verbreitet. Das kontaktlose Bezahlen an sich, ist kein gut behütetes Geheimnis mehr, aber wirklich durchgesetzt hat sich diese Art der Zahlung immer noch nicht. Vielleicht liegt dies an den Sicherheitslücken, die diese Form des Bezahlens mit sich bringt. Dabei ist es gar nicht mal schwer sich gegen diese möglichen Sicherheitslücken zu schützen.

Den kontaktlosen Austausch von Daten via Smartphone mit Hilfe der NFC-Funktion gibt es seit einiger Zeit. Für die Girokarte gibt es diese Funktion seit 2012 und neuere Kreditkarten verfügen ebenfalls über einen Chip mit NFC-Technik. NFC steht für Near Field Communication und ist eine Funktion, mit der das Bezahlen vereinfacht werden soll. Das einfache an dieser Art des Zahlens ist, dass Kunden ihre Karte nicht mehr in ein Kartenterminal stecken müssen, sondern einfach ihre Karte an ein Bezahlterminal halten und somit für ihren Einkauf zahlen. Dies macht das Bezahlen einfacher, bequemer und beschleunigt den Zahlungsprozess. Am besten funktioniert die Funktion, wenn die Karte in einem Abstand von 4 cm an das Bezahlterminal gehalten wird. Bei einem Einkauf unter 25 Euro ist weder das Eingeben einer PIN noch eine Unterschrift nötig. Allerdings muss bei höheren Summen die Identität des Kunden überprüft werden und die Eingabe der PIN oder die Unterschrift wird benötigt. Ob eine Kreditkarte NFC-fähig ist oder nicht kann der Kunde anhand eines aufgedruckten Funksymbols auf der Kreditkarte sehen. Beim Bezahlvorgang entsteht ein optisches oder akustisches Signal, welches verhindern soll, dass es zu ungewollten oder mehrfachen Zahlungen kommt.

Wenn all diese Dinge für das kontaktlose Bezahlen sprechen, wieso ist es dann unter den Verbrauchern immer noch nicht weit verbreitet? Ein Grund dafür das diese vereinfachte Art des Bezahlens noch nicht unter vielen Kunden verwendet wird, ist dass die Kunden einfach nicht wissen, dass ihre Karte diese Funktion besitzt oder sie sich einfach an die herkömmliche Art zu bezahlen gewöhnt haben und keinen Grund sehen dies zu ändern. Allerdings gibt es auch Sicherheitswarnungen über die NFC-Kreditkarte, welche auch abschreckend wirken. Mit bestimmten Apps ist es nämlich mit Hilfe des Smartphones möglich die Daten der Karten auszulesen. Außerdem können Dritte bei Diebstahl der Karte immer wieder kleine Summen von der Karte ausgeben, bis die Karte gesperrt ist, da PIN oder Unterschrift wie bereits oben erwähnt erst ab einem Wert von 25 Euro nötig sind. Um sich vor dem Auslesen der eigenen Karte zu schützen, gibt es bestimmte Schutzhüllen, in die die Kredit- oder Girokarte gesteckt wird und so verhindern das persönliche Daten in falsche Hände geraten. Wem dies als Sicherheitsmaßnahme aber nicht genügt, der sollte sich von Karten mit NFC-Funktion fernhalten oder sich eine Kreditkarte holen, welche von der Bank nicht für diese Art des Bezahlens freigeschaltet ist.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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