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Direktbanken setzen verstärkt auf Debitkarten

07.06.2021

Eine kostenlose Kreditkarte im Portemonnaie zu haben, ist für viele mittlerweile der Standard. Doch daran könnte sich bald etwas ändern.

Direktbanken setzen verstärkt auf Debitkarten

Immer mehr Direktbanken schrecken aktuell ihre Kunden mit einer Meldung auf, dass sie die Kreditkarte nicht mehr kostenlos anbieten wollen. Das kommt insbesondere insofern überraschend, als dass die Internetbanken lange Vorreiter dabei waren, ihre Kunden mit Kreditkarten auszustatten. Gemeinhin wurden Konten von Direktbanken immer mit der attraktiven Kombination beworben. Doch in immer mehr Fällen sieht diese Kombination mittlerweile anders aus – die Kreditkarte dürfte seltener werden, die Debitkarte dafür häufiger.

DKB folgt anderen Direktbanken bei der Kartenpolitik

Wie groß der Wandel ist, zeigt auch ein Blick auf die DKB, denn die Deutsche Kreditbank ist eines der wichtigsten Institute in Deutschland. Kaum eine andere Bank hat so viele Kunden für ihr Onlinekonto wie die DKB. Ein integraler Bestandteil dessen: Eine kostenlose Kreditkarte. Doch eben jene dürfte nun erst einmal wegfallen, stattdessen will die DKB ihre Kunden mit einer Debitkarte ausstatten. Genau diesen Weg sind zuvor schon viele andere Direktbanken gegangen. Die Kreditkarte gibt es in dann in den meisten Fällen nur noch gegen Aufpreis, womit sich wohl nur noch ein kleiner Teil der Kunden für diese entscheidet. Interessant dabei: Selbst die Girokarte kostet bei manch einer Direktbank zukünftig extra. Die Debitkarte soll im Grunde beide Produkte ersetzen.

Kreditkarten haben Vorteile gegenüber Debitkarten

Der Wandel mit Blick auf das Zahlungsmittel ist interessant, denn sehr viele Kunden entscheiden sich bewusst für eine kostenlose Kreditkarte. Dass etwa die Deutschland-Kreditkarte immer mehr an Bedeutung gewinnt, lässt sich insbesondere auf das große Interesse der Kunden zurückführen. Der Hintergrund davon ist klar: Kreditkarte versprechen nicht nur zusätzlichen finanziellen Spielraum, sondern auch eine sehr große Flexibilität beim Bezahlen. Genutzt werden kann eine Kreditkarte für Zahlungen im Einzelhandel genauso wie im Internet und für Transaktionen im Ausland genauso wie im Inland. Ähnlich sieht es zwar auch bei der Debitkarte aus, doch einen Kreditrahmen und damit ein Mehr an finanzieller Freiheit bieten die Karten eben genau nicht.

Gefährlicher Trend bei den deutschen Banken

Entsprechend darf man infrage stellen, ob die deutschen Banken aktuell den richtigen Weg gehen. Die Kreditkarte hat sich in den letzten Jahren zu einem Erfolgsmodell weiterentwickelt. Nachdem sich selbst besonders attraktive Karten wie die Deutschland-Kreditkarte lange schwer getan haben, gab es zuletzt einen regelrechten Boom bei dem modernen Zahlungsmittel. Dieser Trend könnte mit den Änderungen bei Direktbanken nun abreißen. Ob Verbraucher die neue Debitkarte wirklich annehmen werden, muss sich dagegen erst zeigen.


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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.