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Ein innovativer Weg gegen Amazon & Co

10.02.2020

Das Start-Up Xpay macht durch eine neue Finanzierungsrunde auf sich aufmerksam – doch was können die Kreditkarten des Anbieters eigentlich?

Im Schatten der großen Kreditkartenkonzerne und erfolgreichen Online-Banken wie N26 sowie Finanzdienstleistern wie Wirecard hat sich mit Xpay in München ein Start-Up auf den Finanzmarkt gewagt, von dem viele vermutlich noch nicht gehört haben. Doch genauso wie die Deutschland-Kreditkarte als eine Art Hidden Champion unter den kostenlosen Kreditkarten entwickelt sich auch Xpay hervorragend – mit einem ganz besonderen Geschäftsmodell.

Kostenlose Prepaid-Kreditkarte für Firmenkunden

Xpay vertreibt Kreditkarten an Unternehmen über eine sogenannte Whitelabel-Lösung. Das heißt konkret: Xpay stellt die Kreditkarten und über den Partner Wirecard auch die Infrastruktur zur Zahlung, die Unternehmen können auf die Kreditkarte allerdings ihren Namen drucken und dahinter eine Art Kundenbindungsprogramm legen. Dank Analysetools von Xpay können die Unternehmen dann maßgeschneiderte Angebote für Kunden entwickeln und die Kreditkarten auch als eine Art Rabattprogramm nutzen – beispielsweise können für Zahlungen mit den Karten, die ein Logo von Mastercard tragen, Rabatte bei bestimmten Transaktionen gewährt werden. Es handelt sich dabei um sogenannte Prepaid-Kreditkarten, die zuerst aufgeladen werden müssen. Ist das einmal gemacht, können Kunden die Kreditkarte einsetzen und von Vergünstigungen profitieren.

80.000 Kunden und über 40 Millionen Euro Bewertung

„Unsere Mastercard-Kundenkarten ermöglichen es Unternehmen jeder Größe ohne nennenswertes Investment, ihre Kunden über eine eigene Karte günstig an sich zu binden. So können stationäre Händler, aber auch Onlineshops auf Basis von Transaktionsdaten ihren Kunden passgenaue Angebote zur Verfügung stellen“, sagt Gründer Denis Raskopoljac zum Geschäftsmodell. Der Erfolg gibt dem Unternehmen aus München dabei durchaus recht: Es hat über die Unternehmenspartner bereits 80.000 Kunden akquiriert und mit der letzten Bewertungsrunde einen Unternehmenswert von 47 Millionen Euro erreicht – und dass in kürzester Zeit nach Gründung. Investiert sind primär Family Offices, aber auch einige andere bekannte Investoren aus der Finanzszene. Der Glaube in das Modell von Xpay scheint groß zu sein.

Xpay will kleinen Händler gegen Amazon & Co helfen

Das Geschäftsmodell von Xpay hat gewissermaßen auch einen heldenhaften Charme, denn das Unternehmen wirbt damit, dass es kleinen Unternehmen gegen Internetriesen wie Amazon helfen möchte. Die großen Unternehmen nutzen die Daten ihrer Kunden für maßgeschneiderte Angebote, das können Einzelhändler und kleinere Onlinehändler oft nicht. Mit Xpay und deren Kundenkarten sowie entsprechende Analysetools soll genau das auch für kleinere Händler möglich sein. Der Kampf zwischen Einzel- und Onlinehandel sei noch lange nicht entschieden, heißt es dazu beispielsweise von dem Unternehmen. Genauso wie die Deutschland-Kreditkarte durch Qualität gegen größere Kartenanbieter gewinnt, will Xpay auch Händlern helfen – ein spannendes Geschäftsmodell!


Bildquellen:

Bildquelle: © Costasz | Dreamstime.com

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