Schluss mit Verzögerungen: Zahlungen mit Kreditkarten im Netz sind dank der Zwei-Faktor-Authentifizierung noch einmal sicherer geworden.
Es hat in Deutschland insgesamt dann doch sehr lange gedauert. Die durch eine europäische Regelung eingeführte Zwei-Faktor-Authentifizierung hätte ursprünglich einmal im Jahr 2019 kommen sollen, am Ende war der 15. März 2021 die letzte Deadline. An diesem Datum sind die letzten Übergangsfristen abgelaufen, sodass von nun an gilt: Alle Zahlungen mit einer Kreditkarte im Netz müssen mit der doppelten Verifizierung freigegeben werden, sofern der Betrag bei mehr als 30 Euro liegt. In der Praxis ist das für Karteninhaber kein allzu großes Thema.
Die Logik der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist den meisten Verbrauchern und wohl auch allen Inhabern einer Deutschland-Kreditkarte bereits bekannt. Wie beim Log-in ins Online-Banking oder auch der Durchführung einer Überweisung im Netz muss noch eine zweite Verifizierung erfolgen. Bei vielen Verbrauchern ist hier die sogenannte SMS-TAN der Standard. Für die Freigabe einer Zahlung wird eine SMS auf die hinterlegte Mobilfunknummer geschickt. Der hier hinterlegte Code muss dann eingegeben werden, um die Zahlung freizugeben – nach genau diesem Muster funktioniert auch das neue System bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dazu gibt es einige neue Systeme, die als noch sicherer gelten, zum Beispiel die pushTAN über das Smartphone.
Wer nun erstmals mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung bezahlt wird feststellen, dass die Transaktion im Netz einen Moment länger dauert. Musste man bislang nur die Kartendaten eingeben, ist die Verifizierung nun zusätzlich notwendig. Doch wer das System etwa mit der Deutschland-Kreditkarte schon seit Monaten nutzt, weiß, dass man sich sehr schnell daran gewöhnt. Dazu kommt die Möglichkeit, Händler auf eine sogenannte Whitelist zu setzen. Sobald das passiert ist, können Zahlungen bei diesen vertrauensvollen Händlern ohne jegliche Verifizierung durchgeführt werden – das kann besonders dann praktisch sein, wenn man bei bestimmten Anbietern sehr häufig bestellt. Hier wird damit auch der Zeitaufwand geringer.
Generell ist die Einführung der Zwei-Faktor-Authentifizierung eine sehr positive Sache, denn die Sicherheit bei Transaktionen im Internet wird durch diese noch einmal größer. Zwar gilt die Kreditkarte schon heute als eines der sichersten Zahlungsmittel überhaupt, doch Betrug war zumindest in Ausnahmefällen analog zu anderen Zahlungsmitteln noch möglich. Nachdem auch das Bezahlen in Ladengeschäften zuletzt immer sicherer geworden ist, gilt das nun auch im Netz. Wer eine Deutschland-Kreditkarte im Portemonnaie hat, darf sich damit nicht nur über ein besonders günstiges und attraktives Zahlungsmittel freuen, sondern auch über eines der sichersten überhaupt.
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