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Endlich auch eine Google Kreditkarte

25.05.2020

Könnte die Google Card die nächste große Zahlungsrevolution werden? Vermutlich nicht, aber ein interessantes Produkt darf man erwarten.

Endlich auch eine Google Kreditkarte

Die großen Technikkonzerne in den USA haben in den letzten Jahren eine echte Liebe für den Zahlungsmarkt entwickelt. Besonders Apple und Google liefern sich ein interessantes Duell, um die Vormachtbestellung in einem Bereich, der eigentlich von Großbanken dominiert wird. Dass die beiden Konzerne dabei erfolgreich eine Revolution anstoßen können, haben Apple Pay (die Deutschland-Kreditkarte kann mit dem Zahlungsdienst verknüpft werden) und Google Pay bereits eindrucksvoll gezeigt. Doch klappt das auch mit eigenen Kreditkarten?

Apple Kreditkarte ist in den USA erfolgreich gestartet

Im letzten Jahr war die große Ankündigung im Bereich des Zahlungsmarktes, dass Apple auch eine eigene Kreditkarte anbieten wird. Zwar gibt es das Produkt weiterhin nicht in Deutschland und es ist auch weiter unklar, ob eine Expansion in andere Märkte überhaupt geplant ist. Doch in den USA ist die Apple Card sehr erfolgreich gestartet und wird von Kunden gut angenommen. Das liegt nicht nur an attraktiven Konditionen, sondern auch der einfachen und schnellen Verknüpfung mit dem Smartphone und natürlich Apple Pay. Dass sich von einem solchen Erfolg auch die Konkurrenz anstecken lässt, sollte da nicht überraschen. Noch in diesem Jahr könnte deshalb die Google Kreditkarte in den USA starten.

Google Kreditkarte wird von Visa und US-Banken ausgegeben

Wie das amerikanische Technikportal Techcrunch erfahren hat, ist die Google Card bereits seit längerer Zeit in Arbeit und schon in einer sehr späten Phase der Entwicklung. Vorliegende Screenshots zeigen ein sehr schickes Interface zur Verwaltung von Zahlungen und ein Rendering einer ersten Karte – ausgegeben werden soll diese in Kooperation mit zwei US-Banken sowie Visa. Zwar wurde von Google noch nicht offiziell bestätigt, dass die neue Kreditkarte wirklich kommt, aber man kann davon ausgehen, dass der Leak nicht völlig unbemerkt an Google vorbeigegangen ist. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Google testet, ob das Produkt auf dem Markt mit positiven Reaktionen angenommen wird, ehe es offiziell vorgestellt wird.

Debitkarte und Fokus auf das Datensammeln

Wenngleich die konkreten Informationen rund um die Google Card noch begrenzt sind, ist schon jetzt klar, dass Google nicht auf eine klassische Kreditkarte, sondern stattdessen auf eine Debitkarte setzen wird. Ergo muss ein entsprechendes Konto oder eine andere Kreditkarte für Zahlungen hinterlegt werden. Ansonsten soll es sich aber sowohl um eine digitale als auch eine physische Kreditkarte halten. Geld verdienen will Google wohl wie üblich mit dem Sammeln von Daten und weniger mit Gebühren – damit geht das Unternehmen einen anderen Weg als Apple, das bei der Kreditkarte auf volle Privatsphäre setzt. Man kann gespannt sein, ob und wann Google das neue Produkt tatsächlich vorstellt! 


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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.