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Extragebühren auch für die Kreditkarte der Deutschen Bahn beim Fahrkartenkauf

07.10.2014

Neue Pläne bei der Deutschen Bahn! Ab dem 4. November 2014 führt das besagte Unternehmen ein sogenanntes Zahlungsmittelentgelt ein. Betroffen sind Kunden, welche Ihre Bahntickets mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen.
Die Deutsche Bahn begründet diesen Schritt mit den in den letzten Jahren stark angestiegenen Bearbeitungsgebühren, welche die Kreditkartenanbieter der Deutschen Bahn in Rechnung stellen.

Bahnkunden, welche ab dem 4. November ihre Fahrkarten per Kreditkarte oder mit dem Onlinebezahldienst PayPal bezahlen wollen, werden an den Kosten beteiligt.

Ebenfalls betroffen von den Zusatzgebühren sind Inhaber der bahneigegen Kreditkarte. Die Zusatzgebühren müssen auch beim Bezahlen mit der DB-Kreditkarte entrichtet werden. Viele Kunden reagieren bereits empört über diese Abrechnungspraxis.
Bahnchef Grube hatte Mitte September angekündigt, das Buchungssystem für Fahrkarten zu vereinfachen. Etwaige Zuschläge für Tickets bei Sparpreisangeboten soll es nicht geben. Dafür holt die Bahn die Gebührenkeule an anderer Stelle heraus, um die Kosten wieder einzufahren.
So zwingt man Bahnkunden zu den steinzeitlichen Zahlungsmethoden zurück, nämlich Bargeld oder Lastschrift.

Besonders ärgerlich dürfte es für Bahnkunden werden, welche eine Bahncard mit Kreditkartenfunktion ihr Eigen nennen.
Möchten genau diese Kunden ihr Ticket mit dieser Karte bezahlen, fallen ebenfalls die Extrakosten für Kreditkartenzahlungen an.
Die Bahncard mit integrierter Kreditkarte hatte bisher den Vorteil, dass Karteninhaber zusätzliche Prämienpunkte sammeln konnten, welche in Freifahrten und Upgrade-Gutscheine für die 1. Klasse eingelöst werden konnten. Mit den Extragebühren verpufft dieser Vorteil.
Nun sollen auch diese Kunden fürs Punkte-Sammeln mit bis zu drei Euro pro Kauf zur Kasse gebeten werden.

Mit dieser Entgeltpraxis der Bahn werden bestehende Kunden, welche eine Bahncard mit Kreditkartenfunktion besitzen regelrecht veralbert.
Die Commerzbank, welcher der Partner bei der Kreditkarten-Bahncard ist, hat bisher die Entscheidung des Verkehrsunternehmens noch nicht kommentiert.


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