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Frühjahrsputz der Finanzen

14.01.2019

Das neue Jahr ist da und für viele bedeutet ein neues Jahr einen neuen Start. Altlasten mit ins neue Jahr zu bringen, kann diesen neuen Start aber natürlich erschweren. Diese Altlasten betreffen auch die eigenen Finanzen. Aber wie können Verbraucher überhaupt Ordnung in ihre Finanzen bringen?

Altbewährte Hilfsmittel

Gute Vorsätze gibt es im neuen Jahr wie Sand am Meer. Allerdings halten sich die meisten nicht unbedingt an ihre guten Vorsätze. Oft werden diese bereits nach wenigen Wochen vergessen. Doch gerade im Bereich Finanzen sind gute Vorsätze wichtig, da sie erhebliche Auswirkungen haben können. Ordnung bei seinen Finanzen zu halten, ist nicht einmal schwierig. Um Ordnung in die eigenen Finanzen zu bringen, müssen die Konsumgewohnheiten zunächst erkannt werden. Höhere Ausgaben müssen ermittelt werden und sparen muss erlernt werden. Auch wenn es altbacken klingt, so können Haushaltsbücher doch helfen. Sie haben das Potenzial die Finanzlage der Verbraucher erheblich zu verbessern. Dabei ist vor allem die detaillierte Gliederung der Ausgaben wichtig. Fixe Kosten können dabei außen vorgelassen werden. Zu diesen Ausgaben gehören beispielsweise Miete und Versicherungen. Die anderen Kosten sollten genau aufgegliedert und summiert werden, damit ein Überblick über die Ausgaben geschaffen wird. Es lohnt sich die Ausgaben in Kategorien aufzugliedern. Das sofortige Notieren jeder Ausgabe kann allerdings sehr zeitaufwendig sein und daher sollten alle Kassenbelege aufbewahrt werden und am Ende jeder Woche im Haushaltsbuch notiert werden. Vorteil dabei ist, dass die Ausgabetrends nach einigen Monaten deutlich zu erkennen sind.

Ordnung ist das halbe Leben

Um einen Überblick über die eigenen Finanzen zu erhalten, ist es auch wichtig seine Unterlagen zu sortieren. Oft passiert es, dass Ordner mit den verschiedensten Unterlagen über Jahre hinweg in Schränken lagern. Im Idealfall sollte dies natürlich nicht passieren. Es gibt zwar keine gesetzlichen Aufbewahrungsvorschriften für Privatpersonen, aber Verbraucherschützer empfehlen je nach Dokumentenart eine gewisse Archivierungsdauer. Es steht außer Frage, dass Zeugnisse, Staatsbürgerschaftsdokumente, Ausweise und Urkunden im Original aufzubewahren sind. Diese Dokumente sollten an einem sicheren Ort aufbewahrt werden und für alle Fälle sollte jeweils eine Kopie gemacht werden. Andere wichtigen Dokumente wie Lohnzettel, Gehaltsabrechnungen, Arbeitsverträge und Zwischenstände in der Rentenversicherung sollten bis zum Ende des Berufslebens archiviert werden. Papiere, die relevant für die Steuer sind und ähnliches, sollten bis zu zehn Jahre aufbewahrt werden.

Ein Wechsel kann nicht schaden

Eine große Rolle bei der Ordnung der Finanzen spielt auch die eigene Hausbank. Viele Verbraucher haben noch nie ihre Bankverbindung gewechselt. Bei jahrelanger Loyalität zu einer Bank kann es durchaus passieren, dass übersehen wird, wie teuer das eigene Institut über die Zeit geworden ist. Allgemeingültige Erkenntnisse über teure und günstige Institute sind schwierig, denn die Kosten der meisten Banken und anderen Geldinstituten basieren auf Mischkalkulationen. Ein grober Anhaltspunkt für Kunden ist aber, dass Gebühren von mehr als 20 Euro im Monat darauf deuten, dass es sich um eine teure Bank handelt. Dabei ist aber zu beachten, dass einige Kunden ein langjähriges Verhältnis zu ihrer Hausbank mehr gewichten, als ein Ersparnis beim Wechsel zu einer neuen Bank. Es gibt wiederum aber auch Verbraucher, für die ein Wechsel der Bank nicht in Frage kommt, weil sie sich vor dem bürokratischen Chaos fürchten, der dann auf sie zukommen könnte. Für diese Angst gibt es aber keinen Grund. Der Umzug zu einer neuen Bank kann sogar innerhalb weniger Minuten erfolgen. Zudem müssen die Banken beim Kontowechsel helfen, das steht seit dem 18. September 2016 im Zahlungskontengesetz. Außerdem haften diese für mögliche Schäden, falls sie Fehler bei der Übertragung der Daten machen.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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