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Geld anlegen während der Niedrigzinsphase

30.10.2018

Im Laufe der Geschichte gab es schon häufiger Zeiten, in denen die Zinsen sehr niedrig waren. Die derzeitige Niedrigzinsphase, die sich bereits über einige Jahre erstreckt, ist aber ein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Zuvor gab es in der modernen Volkswirtschaft noch keinen Zeitraum, in dem es so lang keine Zinsen gab. Die Auswirkungen dieser Niedrigzinsphase zeigen sich vor allem Verbrauchern, die ihr Vermögen sparen oder gar vergrößern möchten.

Niedrigzinspolitik und die Konsequenzen

Aufgrund der Niedrigzinsphase ist Sparen derzeit sehr frustrierend für Verbraucher. Es gibt so gut wie keine Zinsen und durch die Inflation verliert das angelegte Geld sogar an Wert. Da die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin an ihrer Nullzinspolitik festhält, sieht es auch für die nähere Zukunft nicht besser aus mit den Zinsen. Mit einer Zinsanhebung ist frühestens Ende 2019 zu rechnen. Das hat auch Auswirkungen auf Anlegemöglichkeiten, wie beispielsweise Rentenfonds. Da Rentenfonds breit gestreut in festverzinsliche Wertpapiere angelegt sind, bieten diese kaum noch eine attraktive Rendite an. Dazu kommt auch, dass in den nächsten Jahren die Kapitalmarktzinsen steigen und die Rentenfonds dadurch erhebliche Kursverluste erleiden könnten. Aber nicht nur die Rentenfonds sind von den niedrigen Zinsen betroffen, auch andere Anlegemöglichkeiten entfallen als Option für Verbraucher. Damit Verbraucher wissen welche Anlage doch eventuell Rendite abwirft, gibt es glücklicherweise die Anlageberatung.

Anlageberatung

Den Überblick zu behalten bei all den Anlagemöglichkeiten, die angeboten werden, ist für den normalen Verbraucher beinahe unmöglich. In jedem Fall sollte sich zunächst an einen Berater gewendet werden, wenn es um Wertanlagen geht. Verbraucher haben bei den Beratern die Wahl zwischen den traditionellen Bankberatern und Honorarberatern. Bei Letzteren handelt es sich um Finanzexperten, die unabhängig von Banken arbeiten. Anders als Bankberater nehmen diese einen festen Stundensatz für die Beratung. Bankberater sind in der Regel nicht nur für die Beratung vor der Anlage zuständig, sondern stehen auch bereit für Fragen während der Anlagezeit. Verbraucher sind dabei nicht auf die eigene Hausbank beschränkt, sondern können sich auch bei anderen Banken nach deren Konditionen erkundigen, um schließlich die beste Anlagemöglichkeit zu finden. Anlagen sollten an die eigene Lebenssituation des Verbrauchers angepasst werden. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass das gesamte Vermögen nicht auf eine Anlage gesetzt, sondern lieber auf verschiedene verteilt werden sollte.

Anlagemöglichkeiten

Anlagemöglichkeiten gibt es wie Sand am Meer. Welche nun die beste für den einzelnen Verbraucher ist, kann pauschal nicht gesagt werden. Je nach Lebenssituation muss entschieden werden, welche Investition am meisten Sinn macht. Verbrauchern, die langfristig anlegen wollen, raten Experten meist zu Sparplänen und Aktienfonds. Über einen längeren Zeitraum bieten diese die besten Renditechancen. Im Falle eines Börsencrashs stehen Verbraucher bei dieser Anlageart sogar auf der sichereren Seite. Eine beliebte aber nicht unbedingt klassische Art Geld anzulegen ist die Investition in Gold. Gold bringt zwar keine Zinsen, ist in finanziellen Krisenzeiten aber eine Absicherung des Vermögens. Derzeit ist der Kauf von Gold „günstig“, da der Goldpreis in den letzten Jahren relativ stark gesunken ist. Für die Anlage in Gold ist wichtig, dass der Goldanteil am Vermögen etwa nur fünf bis zehn Prozent betragen sollte. Wenn zwischen Kauf und Verkauf des Goldes mindestens ein Jahr vergangen ist, sind Veräußerungsgewinne für Privatanleger steuerfrei. Verbraucher sollten aber generell nicht einseitig anlegen. Es lohnt sich immer vielseitig anzulegen. Als Ergänzung zur Investition in Gold bieten sich beispielweise Aktien sehr gut an.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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