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Girokarte erstmals mit Apple Pay nutzbar

03.09.2020

Die Sparkassen zeigen sich innovationsstark. Ab sofort können Kunden erstmals eine Girokarte mit Apple Pay verknüpfen – ein Novum in Deutschland.

Girokarte erstmals mit Apple Pay nutzbar

Es hat zwar lange gedauert, aber die Sparkassen in Deutschland haben ihre Ankündigung wahrgemacht. Ab sofort haben alle Kunden der Sparkassen die Möglichkeit, eine Girokarte bei Apple Pay zu hinterlegen. Dies kommt besonders insofern überraschend, als die Sparkassen und Apple Pay nicht unbedingt eine problemfreie Vergangenheit hatten. Als Karten wie die Deutschland-Kreditkarte längst bei Apple Pay hinterlegt werden konnten, wollten die Sparkassen noch eine eigene Bezahl-App entwickeln. Nun allerdings scheint die Beziehung sogar sehr gut zu sein, denn die Sparkassen sind die erste Bank, die eine Verknüpfung von girocard und Apple Pay möglich macht.

Viele Millionen neue Kunden für Apple Pay

Interessant ist die Einführung für beide Seiten, denn in Deutschland sind Kreditkarten deutlich weniger verbreitet als in anderen Märkten. Weltweit kann Apple Pay in den meisten Ländern nur mit Kredit- oder Debitkarten genutzt werden und nicht mit anderen lokalen Bezahlmodellen – davon gibt es nur wenige Ausnahmen. Entsprechend schwer war der Start von Apple Pay auch in Deutschland, denn hierzulande hat weniger als die Hälfte der Verbraucher eine Kreditkarte. Mit der Erweiterung auf Girokarten – wenngleich erst einmal nur bei den Sparkassen – dürfte Apple Pay den potenziellen Kundenkreis noch einmal deutlich erweitern. Die Gesamtzahl der potenziellen Kunden wächst durch die Neueinführung um mehrere Millionen.

Zwang zum Apple Gerät bleibt ein Problem

Wenngleich die Einführung ein großer Schritt ist und den Kundenkreis von Apple Pay deutlich erweitert, bleibt doch auch ein Problem. Apple Pay kann nämlich weiterhin nur in Verbindung mit iPhones der neuesten Generation sowie mit Smartwatches genutzt werden. Das schränkt den Kundenkreis in Deutschland weiterhin ein, denn die Mehrheit der Bevölkerung hat kein Apple-Gerät. Dennoch ist Apple Pay bei den Sparkassen schon Ende letzten Jahres nur mit Kreditkarten sehr erfolgreich gestartet. Zudem erfreut sich der Service generell einer wachsenden Kundenzahl, die Beliebtheit von Apple Pay Zahlungen ist auch bei Kunden der Deutschland-Kreditkarte sehr hoch.

Girokarten-Unterstützung dürfte erweitert werden

Wenngleich die Sparkassen sich nun als Innovator feiern dürfen, sollten andere Banken wohl schon bald nachziehen. Die Girokarten-Unterstützung war etwa auch für die Volks- und Raiffeisenbanken bei der Apple Pay-Einführung ein wichtiges Unterfangen. Viele weitere Banken wie etwa die Commerzbank und die Deutsche Bank wünschen sich ähnliche Möglichkeiten. Weitere Ankündigungen dieser Art dürften also bald folgen und unter anderem dafür sorgen, dass Apple Pay von noch mehr Kunden genutzt wird. Das Smartphone beim Bezahlen könnte bald zur Regel werden.


Bildquellen:

© Michal Wozniak | Dreamstime Stock Photos

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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.