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Girokartenzahlugnen sind oft teurer als gedacht

11.02.2021

Mit der Deutschland-Kreditkarte bezahlen Verbraucher bei allen normalen Transaktionen kostenlos – das ist bei Girokarten leider nicht der Standard.

Girokartenzahlugnen sind oft teurer als gedacht

Beim Einkaufen die Girokarte oder die Kreditkarte zu zücken, ist längst nicht mehr die Ausnahme. Mittlerweile werden in Deutschland mehr als die Hälfte aller Zahlungen im Einzelhandel mit Plastikgeld getätigt. Dabei spielen Girokarten weiterhin die Hauptrolle, doch auch Kreditkarten gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dieser Effekt könnte sich mit Blick auf immer mehr Zahlungen mit Karte verstärken, denn anders als bei Girokarten fallen bei Kreditkartenzahlungen nahezu nie Gebühren an.

Versteckte Gebühren bei Girokartenzahlungen

Die allermeisten Verbraucher nehmen an, dass bei Zahlungen mit der Girokarte grundlegend keine Gebühren erhoben werden. Doch dieser Gutglaube ist leider falsch, wie eine neue Untersuchung von biallo.de herausgefunden hat. Die Journalisten haben insgesamt 1.200 Banken mit Filialnetz unter die Lupe genommen und einige schockierende Entdeckungen gemacht. Bei einem tiefen Blick in das Kleingedruckte haben die Tester mehr als 450 Banken ausgemacht, bei denen Gebühren für Zahlungen mit der Girokarte erhoben werden. Transparent ausgewiesen wird diese zusätzliche Gebühr von den Banken nur in den aller seltensten Fällen, meist wird sie unter Allgemeinbegriffen wie Buchungsgebühr oder Verarbeitungsgebühr versteckt. Die Experten raten daher dazu, genau hinzuschauen und im Zweifel nachzufragen.

Bis zu 80 Cent für jede einzelne Transaktion

Dabei geht es nämlich keineswegs nur um Kleingeld. Während viele Verbraucher nämlich davon ausgehen, dass sie kostenlos bezahlen, fallen teils Gebühren von bis zu 80 Cent pro Vorgang an. Doch es sind nicht nur besondere Ausnahmen, die Kunden bei den Zahlungen mit der Karte über den Tisch ziehen, es ist vielmehr schon der Standard bei vielen Banken. Im Schnitt liegen die Gebühren bei den 462 Banken mit entsprechendem Kostenpunkt bei 35 Cent pro Vorgang. Das bedeutet laut der Auswertung von biallo.de, dass ein Verbraucher mit im Schnitt drei täglichen Transaktionen ganze 30 Euro im Monat oder auch 360 Euro im Jahr für Zahlungen mit der Girokarte bezahlt – eine enorme Summe, die wohl kaum einer auf dem Schirm hat.

Kreditkarten bieten kostenlose Zahlungen

Für Kunden sind die Gebühren zudem kaum zu erkennen, da sie von den Banken gut versteckt werden – in den meisten Fällen werden sie einfach mit dem entsprechenden Zahlungsbetrag verrechnet auf dem Kontoauszug angezeigt. Es lohnt sich entsprechend, ganz genau hinzuschauen, wie viele Experten raten. In vielen Fällen lohnt es sich, die Bank zu wechseln oder statt auf die Girokarte zukünftig auf die Kreditkarte zu setzen. Bei Karten wie der Deutschland-Kreditkarte sind Zahlungen nämlich immer kostenlos, hohe Gebühren wie bei vielen Girokarten gibt es nicht.


Bildquellen:

© Julia Pfeifer | Dreamstime.com

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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.