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Google Pay geht an den Start

06.07.2018

Der Start von Google Pay wurde erwartet. Nun ist der mobile Bezahldienst auch in Deutschland verfügbar. Doch nicht jeder wird Google Pay nutzen können.

Offizieller Start von Google Pay

Nach langem Warten ist Google Pay auch in Deutschland erhältlich. Am 26. Juni 2018 ging die Mobile-Payment-App an den Start. Bisher ist die Nutzung von GPay für Kunden von ausgewählten Banken möglich. Allerdings gibt es noch weitere Voraussetzungen, um den mobilen Bezahldienst für Einkäufe an der Ladenkasse sowieo beim Online-Shopping einsetzen zu können. 

So funktioniert Google Pay

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Damit Kunden GPay (wie Google es nennt) wirklich zum Zahlen via Smartphone nutzen können, werden drei Dinge benötigt. Das erste ist ein Android-Smartphone mit NFC-Funktion und mindestens Android 5.0. Das zweite ist die App von Google Pay (ehemals Google Wallet). Als letztes wird noch eine passende Kreditkarte benötigt. Mit der Girokarte (ehemals EC-Karte) ist der Dienst nicht nutzbar.

Die erstmalige Einrichtung der App ist auch sehr simpel gehalten. Beim Start der Google-Pay-App muss der Kunde seine Kreditkarten-Nummer hinzufügen. Dazu muss auch das Ablaufdatum der Karte sowie die Prüfziffer angegeben werden. Danach folgt der Abgleich der Adressdaten und eine Sicherheitsprüfung. Bei der Sicherheitsprüfung können Kunden sich zwischen einer Testabbuchung über zwei Cent oder einem Anruf bei ihrer Hausbank entscheiden. Damit ist die Einrichtung auch schon komplett und der Kunde kann Google Pay benutzen.

Das Bezahlen mit Google Pay ist so einfach wie die herkömmliche kontaktlose Zahlung per NFC-fähiger Kreditkarte. An der Kasse muss der Kunde nur sagen, dass er mit der Karte zahlen möchte. Das Smartphone wird dann an das Lesegerät gehalten und der Betrag wird abgebucht. GPay hat damit einen Vorteil anderen Mobile-Payment-Methoden gegenüber. Denn die App muss nicht erst gestartet werden. Das könnte nämlich an der Kasse zu Verzögerungen sorgen.

Das kontaktlose Zahlen mit dem Smartphone via Google Pay funktioniert in allen Geschäften, die die NFC-Kartenzahlung unterstützen. Supermarktketten, wie Aldi, Kaufland und Lidl, aber auch andere große Handelsketten, wie Adidas, Hornbach, McDonald's, Media Markt, Saturn und viele weitere sind mit Kartenzahlungs-Terminals für NFC-Zahlungen ausgerüstet.

Reaktion der Konkurrenz

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Die Sparkassen reagieren auf den Start von Google Pay gelassen. Denn sie bringen schon bald ihre eigene Mobile-Payment-App auf den Markt. Am 30. Juli soll das kontaktlose Zahlen per Smartphone dann auch für Sparkassenkunden möglich sein. Diese neue App soll Giro- und Kreditkarten akzeptieren.

Wie bei der Google-Pay-App wird auch die der Sparkasse nur für Verbraucher erhältlich sein, die ein Smartphone mit einem Android-Betriebssystem besitzen. iPhone-Nutzer müssen sich weiterhin auf Apple Pay warten. Die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken wollen ihren Kunden ab August das kontaktlose Zahlen per Smartphone möglich machen. Sie werden dazu ihre bestehenden VR-Banking-Apps um die Smartphone-Funktion erweitern. Bei zwei hessischen Volksbanken ist diese Art des Zahlens sogar schon seit Anfang Juni 2018 möglich. Die Volksbank Mittelhessen und die VR Bank HessenLand waren die ersten, die ihren Kunden das kontaktlose Zahlen per Smartphone angeboten haben. Die Münchner FidorBank hat seit einigen Tagen auch ein eigenes Angebot dieser Art auf dem Markt: FidorPay. 

Kontaktlos per NFC können Verbraucher aber natürlich nicht nur per Smartphone, sondern bereits seit längerem mit der Deutschland-Kreditkarte. Denn die Visa Card besitzt ebenso einen Chip für Near Field Communication. Einfach an das Bezahlterminal halten und bis 25 Euro ohne PIN oder Unterschrift bezahlen. Zur Sicherheit ist wird aber trotzdem regelmäßig einer dieser Verfahren abgefragt. 


Bildquellen:

Google-Bilder: Google
Deutschland-Kreditkarten: eigene

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