Zurück

Keine Probleme durch PSD II bei Apple Pay

22.07.2019

Wie steht es rund um die Kompatibilität von Apple Pay und der neuen Zahlungsdiensterichtlinie? Laut Apple gibt es dahingehend keine Probleme.

Die Nutzung der Deutschland-Kreditkarte mit Apple Pay wird wohl auch nach Inkrafttreten der zweiten europaweiten Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II) problemlos möglich sein wird. Wie das Handelsblatt auf Nachfrage bei Apple in Erfahrung gebracht hat, sieht der Konzern keine Probleme durch die neue Regelung. Diese sieht vor, dass bei Zahlungen ab Mitte September immer zwei Faktoren zur Verifizierung notwendig sind, wenn die Zahlungssumme 50 Euro übersteigt. Apple allerdings erklärt, dass schon heute immer zwei Faktoren für die Zahlungsverifizierung verwendet werden – Experten zweifeln das zumindest bei einem Produkt an.

Apple Pay erfüllt zwei Faktoren bei Zahlungen

Bei jeder Zahlung erfüllt Apple Pay zwei von drei notwendigen Faktoren für die Zahlung. Auf der einen Seite handelt es sich um das jeweilige Gerät, also etwa das Smartphone oder eben auch die Apple Watch – dies fällt genauso wie eine physische Kreditkarte in den Bereich ‚Besitz‘. Darüber hinaus wird allerdings auch ein zweiter Faktor abgefragt, bei dem es sich allerdings nicht um ‚Wissen‘ (also etwa eine PIN) handelt. Vielmehr geht es um ‚Sein‘, also ein Faktor, der zwingend mit der jeweiligen Person verbunden ist. Dies ist abgedeckt durch entweder einen Fingerabdruck beim Bezahlen oder einen Iris-Scan – beide Merkmale lassen sich nicht fälschen.

Apple sieht sich für PSD II bestens gerüstet

So sagt die für Deutschland zuständige Apple-Managerin Jennifer Bailey gegenüber dem Handelsblatt: „Apple Pay ist mit dieser Vorgabe absolut kompatibel, da wir in allen Anwendungsfällen zwei Faktoren abfragen.“ Dies gelte nicht nur für Zahlungen in Ladengeschäften, sondern sogar für Online-Zahlungen. Hier, so Bailey, werden auch zwei Faktoren abgefragt, denn eine Zahlungsfreigabe im Internet über Apple Pay funktioniert ebenfalls nur in Verbindung mit einem biometrischen Merkmal wie dem Fingerabdruck oder der Iris. Damit können alle Inhaber einer Deutschland Kreditkarte positiv auf die Zukunft mit PSD II blicken, denn durch die Verbindung mit Apple Pay sind Zahlungen weiterhin nicht nur sehr sicher, sondern auch mit den regulatorischen Kriterien in Europa vereinbar.

Auch Apple Watch soll kompatibel sein

Apple ist sich sogar sicher, dass auch die Apple Watch mit PSD II kompatibel ist. Unabhängige Experten sind sich dabei nicht sicher und sehen eine mögliche Begrenzung der Zahlen auf maximal 50 Euro. Apple dagegen dementiert und gibt an, dass die Uhr durch das Festlegen einer PIN bei der Aktivierung den ersten Faktor erfülle und durch das Messen des Pulses des Trägers auch beim zweiten Faktor kompatibel sei – das wäre sogar schon von der Bankenaufsicht bestätigt. Rund um Apple Pay muss man sich hinsichtlich der neuen Regeln also wohl keine Sorgen machen.


Bildquellen:

Bildquelle: © Stokkete | Dreamstime.com

Zurück