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Kostenlose Kreditkarten von Direktbanken sterben aus

15.03.2021

Eine kostenlose Kreditkarte zu finden, könnte in Deutschland bald schwieriger werden – eine weitere Bank denkt über eine Abschaffung nach.

Kostenlose Kreditkarten von Direktbanken sterben aus

Es ist nicht allzu viele Jahre her, dass verschiedene Direktbanken aus dem Boden gesprossen sind und den Markt aufzurollen versucht haben. Gelungen ist das allemal, denn die verschiedenen Onlinebanken haben in Deutschland eine zweistellige Millionenanzahl an Kunden. Doch langsam, aber sicher verabschieden sich die Banken von ihrem Ansatz, durch besonders niedrige Gebühren die Kundenbasis weiter auszubauen. Seit einiger Zeit steigen bei den meisten Banken die Kosten – für Kunden sind das keine guten Nachrichten.

Kostenlose Kreditkarten nicht mehr der Standard

Waren vor einigen Jahren etwa kostenlose Kreditkarten bei Direktbanken noch die absolute Norm, verändert sich das nun mehr und mehr. Bei Banken wie der ING oder auch der norisbank sind die Kreditkarten etwa nicht mehr bedingungslos für jeden Kunden kostenlos. Teilweise ist das deshalb der Fall, weil für das Konto eine Gebühr anfällt, wenn Kunden dieses nicht aktiv nutzen, teils sind die Gebühren direkt an die Kreditkarte gebunden. Eine bedingungslos kostenlose Kombination aus Girokonto und Kreditkarte bieten in Deutschland zuletzt immer weniger Banken an. Das ist besonders insofern überraschend, als das Angebot an kostenlosen Kreditkarten ohne Girokontobindung immer weiter steigt, die Deutschland-Kreditkarte ist hier ein gutes Beispiel.

Nächste Bank denkt über Gebühren nach

Eine der letzten Bastionen im Bereich der kostenlosen Kreditkarten mit Girokonto denkt aktuell ebenfalls darüber nach, Gebühren für die Kreditkarte einzuführen. Wie finanz-szene.de berichtet, testet die DKB eine neue Gebührenstruktur. Diese würde vorsehen, dass für die DKB Kreditkarte zukünftig eine Gebühr von 30 Euro im Jahr anfallen könnte, selbst die Girokarte würde kostenpflichtig werden. Beide Karten wären dann auch nur noch optional, der Standard wäre stattdessen eine Debitkarte, die es auch zukünftig noch kostenlos geben würde. Dabei erfolgen die Abbuchungen allerdings immer direkt vom Girokonto, sodass Geld auf diesem sein muss, damit Zahlungen möglich sind – für Kunden ist das nicht unbedingt praktisch.

Karten und Konten werden immer teurer

Die Entwicklungen zeigen sich allerdings nicht nur bei der DKB, sondern sind in der Branche zum Standard geworden. Bei den allermeisten Direktbanken steigen die Gebühren und Bedingungen für kostenlose Produkte in den letzten Monaten immer mehr. Die bislang beliebte Kombination aus kostenlosem Girokonto und kostenloser Kreditkarte dürfte schon bald komplett aussterben. Entsprechend ist es schon jetzt ratsam, auf eine Kombination aus einem attraktiven Girokonto mit niedrigen Gebühren sowie einer zusätzlichen Kreditkarte von einer anderen Bank zu setzen. Diese Kombination nutzen etwa mit der Deutschland-Kreditkarte bereits zahlreiche Verbraucher in Deutschland.


Bildquellen:

© Michal Wozniak | Dreamstime Stock Photos

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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.