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Mehr Gleichberechtigung bei der Kreditkarte

17.08.2020

Bei der Zahlung mit einer Kreditkarte sollte jeder Mensch gleich sein. Damit es zu keinen Diskriminierungen kommt, bringt Mastercard nun True Name nach Europa.

Mehr Gleichberechtigung bei der Kreditkarte

Diskriminierung ist weltweit in zahlreichen Lebensbereichen ein Thema. Auch in progressiven Ländern wie Deutschland hat es nicht jeder gleich leicht. Das gilt besonders für Menschen, die sich zur LGBTQ+-Community zählen oder eine nicht-binäre Geschlechtsidentität haben. Sie müssen damit zurechtkommen, dass auch in modernen Gesellschaften das Geburtsgeschlecht grundsätzlich die Norm ist. Dazu kommt, dass ein Namenswechsel enorm kompliziert ist und mit hohen Kosten und entsprechendem Aufwand verbunden ist. Mastercard möchte es der LGTBQ+-Community deshalb zukünftig leichter machen – andere Anbieter dürften nachziehen.

True Name Kreditkarte für weniger Diskriminierung

Mastercard hat bereits vor einiger Zeit in den USA eine sogenannte True Name Kreditkarte eingeführt. Der Unterschied zu einer regulären Kreditkarte ist, dass der Name auf der Karte nicht unbedingt dem entsprechen muss, der auch auf einem Ausweisdokument zu finden ist. Damit können Verbraucher ihre wahre Identität auf der Karte preisgeben und nicht die, welche staatlich festgelegt wird. Für die LGBTQ+-Community ist das entscheidend, denn vielfach stimmt die eigene Identität nicht mit dem Ausweisdokument überein. Mit Blick auf eine Kreditkarte hat das bislang zur Folge, dass oftmals die korrekte Identität nicht wiedergegeben werden kann, sondern stattdessen nur die Identität des Ausweises auch auf der Kreditkarte wiederzufinden ist.

Mehr Flexibilität statt Zwang zum Ausweisnamen

Mit der True Name Kreditkarte, die Mastercard in den nächsten Monaten nach Europa bringen möchte, soll dieses Problem aus dem Weg geräumt werden. Unabhängig vom Namen auf dem Ausweisdokument sollen Verbraucher bei der Beantragung einer Kreditkarte so die Möglichkeit haben, ihren wahren Namen auf die Kreditkarte drucken zu können. Helfen soll das auch dabei, die Diskriminierung von Menschen aus der LGBTQ+-Community zu verringern. Laut einer Umfrage klagt immerhin jedes dritte Mitglied der Community darüber, bei der Zahlung schon mindestens einmal mit Anfeindungen oder anderen Diskriminierungen konfrontiert worden zu sein – eben weil der Name auf der Kreditkarte von der wahren Identität abweicht.

Andere Kreditkartenanbieter dürften bald nachziehen

Wann genau die True Name Kreditkarte nach Deutschland kommt, ist bislang noch offen. Klar ist dagegen, dass andere Kartenanbieter schon in Kürze nachziehen dürften. Mastercard mag der Vorreiter bei der Gleichberechtigung sein, doch Visa und American Express werden sich wohl kaum nehmen lassen, auch etwas für die Community zu tun. Die Deutschland-Kreditkarte könnte es in Zukunft entsprechend auch als True Name Kreditkarte geben. Dieser Schritt zu mehr Gleichberechtigung macht erneut deutlich, wie progressiv eine Kreditkarte als Zahlungsmittel ist.


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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.