Zurück

N26 dreht erneut an der Preisschraube

16.03.2020

Still und leise dreht die N26 Bank an der Kostenschraube – Einzahlungen und Abhebungen werden für Kunden in Zukunft teurer.

Dass Kunden auf eine Karte wie die Deutschland-Kreditkarte vertrauen, liegt auch daran, dass sich die Bedingungen nicht allzu häufig ändern. Wenn es zu Veränderungen kommt, dann sind diese meist eine positive Entwicklung – etwa vor knapp einem Jahr, denn seitdem sind Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen komplett kostenlos. In eine ganz andere Richtung entwickeln sich viele andere Finanzprodukte. Nach der ING hat nun auch die Neo-Bank N26 eine Erhöhung der Preise bekanntgegeben, allerdings in etwas kleinerem Maße.

Einzahlungen bei der N26 sind nicht mehr kostenlos

Die wohl gravierendste Änderung für Kunden der N26 ist, dass Einzahlungen mit der Karte nicht mehr kostenlos sind. Bislang konnte man über die sogenannten Cash26-Einzahlungen im Monat bis zu 100 Euro ohne jegliche Gebühren auf das Konto aufladen, in dem man dafür die Kreditkarte nutzt. Damit ist es nun vorbei, denn der Freibetrag fällt gänzlich weg. Ab dem ersten Euro einer Einzahlung fallen damit ab sofort 1,5 Prozent des jeweiligen Betrags als Gebühr an. Das kann gerade für Kunden, die von Zeit zu Zeit einmal Bargeld einzahlen möchten, schneller teuer werden.

Abhebungen werden ebenfalls teurer

Doch nicht nur bei den Einzahlungen gibt es eine Änderung, auch bei den Abhebungen tut sich etwas. Die Zahl der kostenfreien Abhebungen pro Monat bleibt dabei gleich oder verändert sich sogar positiv (beim Premium-Produkt Metal):

  • Drei kostenfreie Abhebungen für Kunden ohne Hauptkonto
  • Fünf kostenfreie Abhebungen für Kunden mit Hauptkonto
  • Fünf kostenfreie Abhebungen für Kunden mit N26 You oder N26 Business You Konto
  • Acht kostenfreie Abhebungen für Kunden mit N26 Metal Konto

Was sich ändert ist primär, dass die Zahl der Abhebungen für N26 Metal Kunden steigt. Die negative Änderung allerdings ist eine andere: Wer einmal mehr Abhebungen im Monat braucht, der bezahlt ab 10. Mai 2020 (dann tritt das neue Preis- und Leistungsverzeichnis in Kraft) zwei Euro für jeden Vorgang. Wie üblich bei der N26 fallen die Änderungen recht gering aus, dafür verändert die Bank die Bedingungen allerdings auch vergleichsweise häufig.

Neue Gebühr für Glücksspiel sowie teurere Ersatzkarten

Weitere Änderungen gibt es seitens der N26 auch in Hinblick auf Einzahlungen bei (Online-)Casinos sowie anderen Glücksspielanbietern. Dazu kommt eine höhere Gebühr für eine Ersatzkarte. Wem das zu viel wird, der kann auch über einen Wechsel der Karte nachdenken. Die Deutschland-Kreditkarte beispielsweise bietet unbegrenzt viele kostenfreie Abhebungen im In- und Ausland. Anders als bei der N26 ändern sich die Bedingungen für Kunden zudem nur sehr selten – auch dass kann eine sehr positive Sache sein.


Bildquellen:

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Zurück