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Neue Anbieter trauen sich nicht auf den Kreditkartenmarkt

03.12.2020

In der Finanzwelt gibt es aktuell wieder viel Bewegung – allen voran wegen einiger Start-ups, die den Markt erobern wollen. Was bedeutet das für Kreditkarten?

Neue Anbieter trauen sich nicht auf den Kreditkartenmarkt

In Deutschland entscheiden sich immer mehr Verbraucher dafür, eine Kreditkarte zu beantragen. Überraschend kommt das besonders in Zeiten der Coronakrise nicht, denn Zahlungen mit Karte gehen schlichtweg schneller und hygienischer. Dazu kommt, dass Kreditkarten anders als Girokarten auch für die immer wichtiger werdenden Zahlungen im Internet an Bedeutung gewinnen. Daraus lässt sich gut ableiten, dass sich auch auf dem Markt für Kreditkarten in den nächsten Jahren viel tun wird. Aktuell allerdings traut sich noch niemand so recht daran, die bekanntesten und besten Karten auf dem deutschen Markt anzugreifen.

Konditionen bei Kreditkarten sind schon sehr attraktiv

Dass bislang kein Angreifer es gewagt hat, den Markt für kostenlose Kreditkarten wie die Deutschland-Kreditkarte zu attackieren, kommt weniger überraschend als man im ersten Moment denken mag. Der Hintergrund sind die bereits sehr attraktiven Konditionen von Kreditkarten auf dem Markt. Keine Jahresgebühr, keine Gebühren für Abhebungen und auch keine Gebühren für Zahlungen in Fremdwährungen. Karten wie die Deutschland-Kreditkarte sind schon durch diese Trias enorm attraktiv, sodass kaum ein Kunde nach noch besseren Konditionen sucht – abgesehen davon, dass man diese auf dem Markt auch nicht findet. Wer den Markt erobern möchte, müsste also noch eine Schippe draufsetzen, was sicherlich alles andere als einfach ist.

Start-ups konzentrieren sich auf andere Märkte

Wie schwierig der Einstieg in den Markt ist, in dem die Produkte schon so attraktiv ist, zeigt sich bei einem Blick auf Start-ups. In Deutschland gibt es viele sogenannte Fintechs, die sich an Finanztechnologien versuchen und damit den Markt für Konten und Karten aufrollen wollen. Allerdings liegt der Fokus dabei meist auf anderen Bereichen, etwa auf Girokonten, bei denen immer mehr junge Unternehmen Fuß fassen wollen. Sofern es um Kreditkarten geht, ist der Fokus meist die Geschäftskreditkarte – weil der Markt hier bislang keine allzu attraktiven Angebote bietet. Im Privatkundengeschäft sorgen dagegen eher bestehende Anbieter für Innovation, bei der Deutschland-Kreditkarte kommt etwa jedes Jahr mindestens eine positive Neuerung hinzu.

Interessanter Blick in die Zukunft der Kreditkarten

Wenngleich sich aktuell von neuen Anbietern wenig Bewegung andeutet, kann man doch gespannt in die Zukunft blicken. Warum? Weil viele junge Unternehmen in den nächsten Jahren wohl versuchen werden, den wachsenden Markt für Privatkreditkarten zu erschließen. Damit aber nicht genug, denn auch in Deutschland bislang noch nicht vertretene Anbieter könnten sich bald versuchen: US-Banken wie Goldman Sachs schnuppern bereits am deutschen Markt und auch Produkte wie die Apple Kreditkarte sollen irgendwann nach Deutschland kommen – spätestens dann dürfte es noch einmal interessante Konkurrenz für aktuell führende Produkte wie die Deutschland-Kreditkarte geben.


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1 Mit der Deutschland-Kreditkarte Classic der Hanseatic Bank kann an Geldautomaten weltweit gebührenfrei Bargeld abgehoben werden. Gegebenenfalls können hierbei Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Das heißt, zusätzlich zum Auszahlungsbetrag können Geldautomatenbetreiber individuelle Entgelte erheben, worauf die Hanseatic Bank keinen Einfluss hat. Derzeit ist dies nur im Ausland (z.B. in Thailand oder den USA) der Fall.

2 Neukunden können den offenen Rechnungsbetrag in den ersten drei Monaten zinsfrei in Teilbeträgen zurückzahlen. Dies gilt für alle Umsätze innerhalb des Verfügungsrahmens, die in den ersten 3 Monaten nach Kreditkarteneröffnung getätigt werden. Die Kreditkarteneröffnung erfolgt in der Regel 5 – 7 Tage vor Erhalt der Kreditkarte. Nach Ablauf der 3 Monate fallen bei Teilzahlung die vertraglichen Zinsen an. Bonität vorausgesetzt. Als Neukunden zählen Antragsteller, die in den sechs Monaten vor Abschicken des Online-Antrages nicht Inhaber eines Kreditkartenkontos bei der Hanseatic Bank gewesen sind.