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Neue Chancen durch Zusammenarbeit von Merck und Alibaba

01.07.2018

Die Zusammenarbeit großer Unternehmen kann für die Vertragspartner sowie für ihre Kunden neue Chancen und Gelegenheiten bedeuten. Die neue Kooperation des Online-Riesen Alibaba und des Pharmazie-Unternehmen Merck kann vor allem für chinesische Verbraucher eine große Verbesserung der Gesundheitsbranche bedeuten.

Wer sind Alibaba und Merck?

Die „Alibaba Group“ ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hangzhou, China. Gegründet wurde das Unternehmen 1999 von dem IT-Unternehmer Jack Ma. Die Alibaba Group betreibt die gleichnamige Business-to-Business-Plattform Alibaba.com sowie das Online-Auktionshaus Taobao. Zur Alibaba Group gehören über 10 Tochterfirmen. So auch der Bezahldienst von Alibaba mit dem Namen „Alipay“. Alipay ist in China die beliebteste Art zu bezahlen. 520 Millionen Chinesen benutzen die Bezahl-App. Der Kundenstamm der Alibaba Group verteilt sich über den gesamten Globus. Hauptsächlich aber nutzen kleinere und mittelständische Unternehmen die Dienste der Alibaba Group. Das Unternehmen hat das Leben der Chinesen so stark beeinflusst, dass sich sogar das Bezahlverhalten der Verbraucher verändert hat. Mit Bargeld bezahlt in China fast keiner mehr und Kreditkarten sind im Land der Morgenröte nicht verbreitet. Alibaba konnte das Monopol für Bezahldienste für sich gewinnen, da es keine Konkurrenz gab. Die Merck KGaA ist ein deutsches Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie. Ihren Sitz hat das Unternehmen in Darmstadt/Hessen. Die Anfänge von Merck lassen sich bis 1668 zurückverfolgen. Damit ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

Merck steigt bei Alibaba Health mit ein

Für den Pharmakonzern Merck ist China seit Jahrzehnten ein sehr wichtiger Markt. Das Darmstädter Unternehmen will nun mit Hilfe des chinesischen Online-Dienstes Alibaba einen digitalisierten Zugang zu dem riesigen Markt erhalten. Die Kooperation der Unternehmen hat den Zweck einen verbesserten Zugang zu Gesundheitsleistungen für Patienten und deren Familien anbieten zu können. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit soll auf den Bereichen Nachverfolgung von Arzneimitteln und Online-Gesundheitsdienste liegen. Auch wollen sich die Partner den Themen E-Commerce und künstlicher Intelligenz im Arzneimittelbereich widmen. Kunden in China sollen dazu eine App von Alibaba Health erhalten, mit der sie alle Informationen zu Medikamenten abrufen können. Die Informationen enthalten die richtige Einnahmemenge und die Herkunft des Medikaments. Unter anderem soll dies Produktfälschungen ausschließen. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, hat Merck eine Partnerschaft mit dem im Gesundheitssektor tätigen Online-Riesen abgeschlossen. Für Merck eröffnen sich damit neue Chancen. Beispielsweise ist ein neuer Vertriebsweg für sein Know-how in den Bereichen Diabetes, Schilddrüsenstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglich. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen soll auch für mehr Sicherheit bei der Verwendung von Arzneimitteln sorgen und gleichzeitig den Patienten eine Reihe von Zusatzleistungen anbieten.

Digitalisierung erreicht Gesundheitsbranche

Mit der fortschreitenden Digitalisierung ist es kein Wunder, dass auch die Gesundheitsbranche diesem Fortschritt folgen soll. China erlebt derzeit die flächendeckende Digitalisierung von Produktion und Dienstleistungen, die den Alltag jedes Einzelnen betreffen. Deshalb soll auch in der Gesundheitsbranche die Integration des Internets und konventionell geführter Medizin vorangetrieben werden. Der Vorstandschef von Alibaba Health hat hohe Erwartungen an die Zusammenarbeit mit Merck. Merck selbst hat es sich zum Ziel gesetzt bis 2025 das Leben von 40 Millionen Patienten in China zu verbessern. Vorrangig soll das mit Hilfe der Digitalisierung geschehen. Das Umsatzpotenzial, das sich die beiden Unternehmen von der Partnerschaft versprechen, ist nicht bekannt. Merck will außerdem neue Medikamente auf den Markt bringen. Darunter sind Medikamente gegen Lungenkrebs und neuartige Immuntherapien gegen diverse andere Krebserkrankungen.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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