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NFC? RFID? Was genau ist das eigentlich?

29.04.2017

Hin und wieder liest man von NFC-Technik oder vom Einsatz von RFID-Technologie, doch um was handelt es sich hierbei eigentlich genau? NFC steht für Near Field Communication beziehungsweise  Nahfeldkommunikation und basiert auf RFID-Technik. RFID steht für radio-frequency identification, was auf Deutsch soviel heißt wie „Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen“. Damit wird eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten und Lebewesen mit Radiowellen bezeichnet.

Die Grundlagen von RFID legte Harry Stockman (schwedischer Radioingenieur und Erfinder) bereits 1948 mit seiner Veröffentlichung „Communication by Means of Reflected Power“. Bereits zum Ende des Zweiten Weltkrieges fand die RFID-Technik Anwendung im Luftkrieg zwischen Deutschland und Großbritannien, diese diente zur Freund-Feind-Erkennung. Allerdings wurde das erste Patent mit der Abkürzung RFID erst 1983 auf Charles Walton ausgestellt. Aktuell findet man RFID im neuen Personalausweis, bei der Tierkennzeichnung und in Wegfahrsperren von Autos.

Wie man sieht, ist der Einsatz äußerst vielseitig, da die Transponder mittlerweile sehr klein sind und diese viele Informationen speichern können. Sie bestehen aus einem Mikrochip, einer Antenne, meist in Form einer Spule, einem Träger oder einem Gehäuse, bei aktiven Transpondern ist noch eine Energiequelle wie eine Batterie vorhanden. Die RFID-Transponder haben je nach Anwendungsgebiet eine andere Taktfrequenz, Übertragungsrate, Lebensdauer, Speicherplatz und Lesereichweite.

Die NFC-Technik ist ein internationaler Übertragungsstandard und kommt vor allem im Bereich des Micropayments (bei bargeldlosen Zahlungen kleinerer Beträge) zum Einsatz. Bei den meisten Kreditkarten kann über diese Technik kontaktlos und ohne PIN-Eingabe oder Unterschrift im Geschäft bis zu 25 Euro ausgegeben werden. Mittlerweile verfügen auch die meisten Smartphones über entsprechende Technik, das erste Handy mit NFC-Technik war das Nokia 6131, welches 2006 auf den Markt kam.

NFC wird meist dort eingesetzt, bei der zwei Geräte kryptografisch gesichert miteinander kommunizieren. Durch die kurze Reichweite und den verschlüsselten Datenaustausch ist diese Technik besonders bei Banken und anderen Kreditinstituten beliebt, da diese dadurch schlechter ausspioniert werden kann und somit die Sicherheit gesteigert ist. Allerdings können diese Funkübertragungen dennoch durch unbefugte Dritte ausgespäht werden. Daher sollten sich Kredit- und Girokartenbesitzer überlegen, ob diese auf eine entsprechende Schutzhülle wirklich verzichten wollen.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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