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Rentieren sich Diamanten als Anlage?

26.06.2017

Viele machen sich derzeit Gedanken über eine sinnvolle Geld- oder Wertanlage. Schließlich gibt es schon seit einigen Jahren, wenn überhaupt, nur geringe Zinsen und das bei einer rund zweiprozentigen Inflation. Es gibt mannigfaltige Alternativen, doch sind diese überhaupt sinnvoll beziehungsweise rentieren sie sich überhaupt? Von Investitionen in Edelmetalle wie Gold oder Platin hat man schon einiges gehört und gelesen, doch wie sieht es mit Edelsteinen, also im Genauen mit Diamanten aus?

Erst vor wenigen Tagen machten italienische Banken Schlagzeilen, da es zu Unregelmäßigkeiten bei Anlage-Diamanten kam. Betroffen sind folgende Geldinstitute: Intesa Sanpaolo, Unicredit, Monte dei Paschi di Siena, Banco BPM und Popolare di Bari. Zu einer Stellungnahme seitens der Banken kam es bisher wohl noch nicht. Doch was war passiert? Es häuften sich die Kundenbeschwerden, da hier überteuerte Diamanten verkauft worden seien, so dass der Anlagewert weit geringer war als der Kaufpreis. Auch bei den Verbraucherschutzverbänden und der Presse gingen Beschwerden ein. Letztere berichtete vor Kurzem über die unsauberen Geschäfte beim Verkauf der Anlage-Diamanten. Dadurch wurde die italienische Finanzaufsicht und auch die Polizei aktiv und beschlagnahmten vergangenen Mittwoch Dokumente und Computerdateien.

Sind Diamanten trotz dieser dunklen Machenschaften eine Alternative? Nun, für den normalen Verbraucher und damit Nicht-Experten sind sie nicht geeignet. Denn es gibt hierbei einiges zu beachten, wer schon mal Diamantschmuck gekauft hat, kann ein Liedchen davon singen. Es gibt viele Qualitätskriterien wie Farbe, Reinheit, Schliff und natürlich Gewicht. Jeder Diamant ist anders, jeder Stein muss einzeln geprüft werden und als Laie kann man die kleinen Unterschiede oft nicht feststellen. Ein entsprechendes Zertifikat sollte zwingend mit ausgestellt werden. Dieses bekommt man auch meist, wenn man beim Juwelier einkauft. Allerdings fällt beim Diamantkauf, im Gegensatz zu Gold, die Mehrwertsteuer an und den Gewinn für den Juwelier darf man natürlich auch nicht vergessen. Um diesen Weg zu umgehen, gibt es mittlerweile auch spezielle Handelsplattformen im Internet – von und für privat. Doch auch hier sollte man Vorsicht walten lassen, um nicht an einen Betrüger zu geraten. Zudem muss man den Edelstein sicher lagern, dies kann zuhause im Safe sein oder in einem Bankschließfach. Allerdings müssen die Diamanten entsprechend versichert sein beziehungsweise muss auch das Bankschließfach über eine entsprechende Deckungssumme verfügen. Wie man nun feststellen kann, ist das alles nicht so einfach, daher sollte man sich vor jeder Investition umfassend informieren.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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