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Richtiges Verhalten bei Kreditkartendiebstahl

20.12.2015

Tagein tagaus nutzen Millionen Deutsche zum Bezahlen ihrer Einkäufe eine Kreditkarte. Das lockt auch immer wieder kriminelle Subjekte an. Was Kreditkarteninhaber gegen Missbrauch ihrer Kreditkarten tun können, erklärt dieser Beitrag.

Egal ob direkt beim Shoppen oder im Restaurant – oft kann man gar nicht so schnell gucken, wie die Brieftasche verschwindet. Selbst wer das gleich bemerkt und seine Karten umgehend sperren lässt, kann nicht sicher sein, dass nichts passiert. Dreiste Diebe stehlen Kreditkarten und begeben sich dann auf Shoppingtour. Sie kaufen Uhren, Schmuck, edle Klamotten oder teure Elektronikartikel. Wenn Kreditkartenbesitzer Glück haben, erstattet die Bank den Schaden. Aber leider ist das nicht immer so.

Was ist bei Kreditkartendiebstahl zu tun?

Wenn der Diebstahl bemerkt wird, hat der Karteninhaber die Pflicht, die Kreditkarte umgehend sperren zu lassen. Kreditkartenanbieter haben dazu eigens Hotlines geschaltet. Wer telefonisch seine Kreditkarte sperrt, sollte sich das möglichst schriftlich bestätigen lassen und anschließend eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

Wer zahlt den Schaden, wenn Kriminelle die Kreditkarte missbräuchlich nutzen?

Wer mit seiner Visakarte zahlt, muss sich ausweisen. Entweder mit PIN oder mit der Unterschrift ist der Kauf zu bestätigen. Das heißt, allein mit der gestohlenen Karte können Diebe eigentlich nichts anfangen. Es sei denn, die Unterschrift auf der Karte wird gefälscht und Händler lassen sich täuschen. Der Kreditkarteninhaber ist schuldlos und bekommt das Geld vom Kreditkartenherausgeber auf Antrag erstattet. Für den Schaden muss ein Kreditkarteninhaber nur dann aufkommen, wenn er fahrlässig handelt. Viele Banken erstatten die Schäden und nehmen die Karteninhaber mit einem bestimmten Betrag in Haftung.

Wenn Diebe mit der richtigen PIN Geld abheben

Gelingt es den Dieben mit der Kreditkarte Geld vom Automaten abzuheben, bekommt der Kreditkartenbesitzer ein Problem. Die PIN können Diebe nur bei grober Fahrlässigkeit bekommen, wenn sie zum Beispiel zusammen mit der Karte verwahrt wird. In einem solchen Fall bleibt der Kreditkarteninhaber auf dem Schaden sitzen.

Wenn Kriminelle allerdings den Geldautomaten manipulieren und auf diesem Weg an die PIN gelangen, ist das nicht grob fahrlässig. Die Bank erstattet dem Kreditkarteninhaber den Schaden.

Ist Onlineshoppen mit der Kreditkarte sicher?

Onlineshopping boomt und die Kreditkarte ist ein beliebtes Zahlungsmittel für Einkäufe im Netz. Unternehmen, die ihre Seite als sicher markieren, garantieren, dass Datenmissbrauch ausgeschlossen ist. Trotzdem gibt es immer wieder kriminelle Subjekte, die private Daten stehlen. Besondere Vorsicht ist bei sogenannten Pishing-Mails geboten, die explizit nach Bank- und Kreditkartendaten fragen.


Bildquellen:

Bildquelle: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos

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