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Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2016

10.12.2016

Das Jahr 2016 neigt sich seinem Ende und vieles ist auf dem Markt für Kreditkartenprodukte geschehen, denn nicht nur die höhere Akzeptanz von eben diesen sind erwähnenswert. Es hat bereits Tradition am Ende eines Jahres darüber zu sinnieren, was alles im vergangenem Jahr passierte und die Geschehnisse Revue passieren zu lassen. Der folgende Artikel fasst noch einmal die wichtigsten Veränderungen kompakt zusammen und verschafft somit einen Überblick.

0-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank

Trotz Kritik der Deutschen Bundesbank wurde der Leitzins auf 0% gesenkt und sogar um Strafzinsen in Höhe von 0,4% bis mindestens Ende 2017 erweitert. Dies hatte zur Folge, dass man derzeit sehr günstige Zinsen auf Kredite und Finanzierungen erhält und die Wirtschaft entsprechend motiviert ist zu investieren, dies gilt selbstverständlich auch für Privatpersonen. Für viele ehemaligen Mieter war es zum Beispiel günstiger sich Eigentum anzuschaffen und anstelle des Mietzinses, den Abtrag für die eigenen vier Wände zu zahlen. Gleichzeitig sorgte die Niedrigzinsphase, dass man auf kapitalbildende Produkte nur noch eine sehr geringe bis gar keine Rendite mehr erhält. Vor diesem Problem stehen auch aktuell die Banken in unserem Land, so dass viele Kunden Post von Ihrer Bank erhielten, in welcher mitgeteilt wurde, dass Kontoführungsgebühren von nun an notwendig seien, bestehende zu erhöhen und auch die Jahresentgelte für Kreditkarten wurden angehoben, ein Phänomen, welches vor allem bei Filialbanken auftrat.

Kunden mit hohem Einkommen und/oder großen Umsätzen auf ihren Kreditkartenprodukten haben mancherorts noch den Vorteil, trotz alledem weiterhin keine oder nur sehr geringe Gebühren entrichten zu müssen in ihrer Filialbank vor Ort. Kunden mit nicht ganz so hohem Einkommen oder Kreditkartenumsätzen blieb meist jedoch nur die Möglichkeit „in den sauren Apfel“ beißen zu müssen und die gestiegenen Kosten zu schlucken oder auf jahresgebührfreie Kreditkartenprodukte und kostenlose Girokonten von Direktbanken zu wechseln. Fairerweise sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass Direktbanken, welche nur via Telefon und Internet erreichbar sind, den Vorteil haben, weniger Fixkosten aufgrund der nicht vorhandenen Filialen vor Ort samt Belegschaft zu haben und daher imstande sind ihre Produkte weiterhin kostenlos anzubieten.

Jene, welche den Schritt vollzogen haben, waren in der Resonanz und im Feedback überwiegend sehr überrascht und zufrieden, da ein Kontowechsel mittlerweile einfacher von statten geht, wie viele befürchten. Dank moderner werdender Technik und Ausbau der IT-Infrastruktur in den jeweiligen Häuser ist es nämlich mittlerweile bei jeder deutschen Bank möglich, einen Kontowechsel zu vollziehen, ohne dass Daueraufträge und Lastschriftmandate neu angelegt werden müssen, da diese Einstellung beim Kontowechsel digital gleich mit übernommen werden können. Da die Banken natürlich ein Interesse haben Neukunden zu gewinnen, wird zumeist auch im Rahmen eines Kontowechselservice, das alte Konto gleich mit gekündigt und eine Übertragung des restlichen Guthabens auf das neue Konto veranlasst.

Wer bedacht ist seine Fixkosten im kommenden Jahr konstant zu halten, war beziehungsweise ist gut beraten jene Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Ausbau der Sicherheitsmerkmale beim Onlineshopping

Da weiterhin eine Tendenz festzustellen ist Waren und Dienstleistungen online zu bestellen, sind die Absatzmärkte im E-Commerce-Bereich entsprechend gewachsen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, zumeist gibt es die Produkte aufgrund Personaleinsparungen und zentralem Standort online günstiger als im Geschäft vor Ort. Darüber hinaus ist auch die enorme Zeiteinsparung gegenüber dem Einkauf im Ladengeschäft vor Ort, insbesondere bei bevorstehenden Feiertagen, nicht zu verachten. Dies führt natürlich auch zu einem wachsenden Einsatz elektronischer Zahlmittel, wie zum Beispiel der Kreditkarte beim virtuellen Einkaufsvergnügen.

Das Problem an der Sache ist, dass dort wo sich Geld bündelt (egal ob virtuell oder physisch) auch immer einen Kriminalitätsanstieg zu verzeichnen ist. Da Kriminalität sich ebenfalls dem Zeitgeist anpasst und sich stets weiterentwickelt, ist leider auch ein Anstieg von Betrugsopfern im Onlinebereich zu verzeichnen. Durch den rasanten Anstieg von virtuellen Bedrohungen, welche heutzutage in Form von E-Mails und Dateien mit schadhaftem Inhalt ihre Verbreitung finden, ist es daher unabdingbar die Sicherheit der redlichen Kunden und Händler zu erhöhen.

Privat kann man dazu beitragen, indem man sich eine gute Anti-Viren-Software für seinen Computer und Smartphone zulegt sowie mit vorsichtigem Umgang seiner Daten. Dies alleine reicht jedoch nicht aus, um die Bedrohungen, welche virtuell hinter jeder IP lauern können, vollumfänglich einzudämmen. Daher nutzen immer mehr Onlinehändler auch die maximalen Schutzmöglichkeiten, welche die elektronischen Zahlungsabwicklungsdienstleister zur Verfügung stellen. Bei Kreditkartenzahlungen bedeutet dies, dass man beim Onlineeinkauf immer häufiger auf die sehr effizienten Sicherheitsmerkmale „3D-Secure“ bei Mastercard und „Verified by Visa“ bei VISA trifft. Hierbei bekommt der Besteller bei der Onlinezahlung ein zufällig generiertes Passwort mit persönlicher Begrüßung via SMS auf sein Handy geschickt, so dass es ohne die Eingabe des zugesendeten Passworts nicht möglich ist, den Onlineeinkauf abzuwickeln. Die Banken reagieren wiederum auf diesen Trend und gehen nach und nach dazu über die Mobilfunknummern ihrer Kunden in den Antragsstrecken von ihren Produkten als Pflichteingabe zu erfassen, damit dieses Merkmal bankseitig auf jeden Fall unterstützt werden kann.

Letztendlich wurde für die Richtlinie für Zahlungsdienste oder „Payment Service Directive“ (PSD) aus dem Jahre 2007 von der EU überarbeitet und die sogenannte PSD2 verabschiedet, woraus sich auch ein gewisser Zwang für die Sicherheit und Kundenidentifizierung im Onlinebereich ableitet. Aus der zuvor genannten Schilderung wird jedoch deutlich, dass man mittlerweile bei vielen Produkten darauf angewiesen ist zwingend ein Mobiltelefon zu besitzen, um dieses Merkmal zu nutzen oder das Bankprodukt überhaupt zu erhalten. Die Beschlüsse aus der neuen Richtlinie für Zahlungsdienste oder „Payment Service Directive“ (PSD2) sollen hierbei innerhalb eines Zeitraumes von 2 Jahren EU-weit umgesetzt werden. Es ist eben die alte Leier, in welcher man bestrebt ist den bestmöglichen Konsens zwischen Einfachheit, Freiheit und Sicherheit auszuloten, sprich eine maximale Sicherheit trotz Einfachheit zu erreichen, auch wenn dies mit Abstrichen und Pflichten einhergeht.

Verbreitung der NFC-Technologie

Um dem Ziel der Vereinfachung bei Zahlvorgängen gerecht zu werden, wurde der Ausbau der NFC-Technologie (Near Field Communication) weiter vorangetrieben. Bei dieser ist es dem Kunden beim Kauf von Waren vor Ort in Ladengeschäften möglich Kleinbeträge per Kreditkarte (in der Regel Zahlungen bis 25 Euro) per Funk mit wenigen Zentimetern Abstand zum Zahlterminal zu tätigen, ohne eine PIN-Eingabe oder Unterschrift leisten zu müssen.

Trends der Zukunft

Folgt man den derzeitigen Prognosen und Analysen ist mit einer weiteren, deutlichen Zunahme von digitalen Zahlvorgängen zu erwarten. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass der Fokus auch auf die Vereinfachung und der Ausbau von Zahlungen via Handy weiter vorangetrieben wird. Bereits heute unterstützen viele Smartphonemodelle die zuvor genannte Kommunikation via NFC-Technologie, so dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis man mit seinem mobilen Alltagshelfer auch allgegenwärtig bezahlen kann.

In einer schnelllebigen Welt ist Zeit gleich Geld, daher liegt der primäre Fokus bei der Europäischen Zentralbank (EZB) unter anderem auch auf der Optimierung der Verkürzung der Geldübertragung vom Kunden zum Händler im Zuge eines Onlinekaufs. Das Zauberwort hierbei heißt Instant Payments, welches zum Ziel hat Transaktionen unmittelbar nach dem Kauf (zum Beispiel für digitale Inhalte und Produkte) zu realisieren, damit die digitale Ware für den Kunden sofort erhältlich ist bei gleichzeitigem Zahlungseingang auf der Händlerseite.

Auch bei der Sicherheit wurden sich viele Gedanken gemacht, so gibt es bereits heute vereinzelt Kreditkarten mit einem wechselnden sogenannten CVC-Code. Bisher finden Kunden diesen Code in gedruckter Form auf der Rückseite ihrer Kreditkarte neben dem Unterschriftenfeld. Dieser wird oftmals bei Onlinebestellungen als Sicherheitsmerkmal abgefragt. Derzeit besteht jedoch die Gefahr, dass Cyberkriminelle bei erbeuteten Kreditkartendaten auch Kenntnis von diesem Code erlangen. Wechselt dieser nun über ein kleines Display ständig, ist es diesen Tätern nicht mehr möglich Online-Bestellungen durchzuführen, wie bisher bei der gedruckten konstanten Zahl. Dieses Verfahren hat zwar den Nachteil, dass die Karte bei einer Fehlfunktion/Defekts des Displays nicht mehr genutzt werden kann, hätte jedoch den Vorteil gegenüber den gängigen Sicherheitsverfahren „Verified by VISA“ und „3D-Secure“ ohne ein Mobilfunkgerät auszukommen. Ob sich dieses Sicherheitsmerkmal jedoch durchsetzt ist bisher ungewiss sowie auch diverse andere neue Sicherheitsfunktionen wie zum Beispiel Bezahlen mithilfe eines Selfie oder Iris-Scan.

Wir haben somit spannende und aufregende Zeiten vor uns. Daher möchten wir allen bestehenden Kunden auch ein herzliches Dankeschön entrichten, so dass wir den Weg in diese Zukunft gemeinsam beschreiten können.

Wir wünschen allen Kunden darüber hinaus frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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