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Sicheres Onlinebanking

22.05.2019

Onlinebanking wird allgemein als sehr simpel und bequem angesehen. Es gibt keine Warteschlangen oder Öffnungszeiten. Verbraucher können einfach von zu Hause am Computer oder Smartphone ihre Bankgeschäfte erledigen. Leider wächst mit dieser Bequemlichkeit auch die Gefahr Kriminellen online zum Opfer zu fallen. Dies muss aber nicht sein. Verbraucher können aktiv dafür sorgen, dass sie kein Opfer von kriminellen Machenschaften werden.

Daten schützen

Die Grundlage für sicheres Onlinebanking ist ein gut geschützter Computer. Gut geschützt bedeutet in diesem Sinne, dass sich keine Viren oder Trojaner auf dem Rechner befinden. Diese können nämlich sensible Daten wie Passwörter und Kontonummern abfangen. Die meisten Verbraucher glauben allerdings, dass sie sich Trojaner und Viren nur auf unsicheren Webseiten einfangen können. Das stimmt aber nicht, sie können sich auch in Werbebannern, Downloads, Speichermedien oder ähnlichem befinden. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Verbraucher einen guten Virenscanner auf ihrem Computer oder Smartphone installiert haben. Diese müssen auf dem neuesten Stand gehalten werden, ansonsten ist keine ausreichende Sicherheit gewehrt. All diese Sicherheit bringt aber nichts, wenn Verbraucher ihre Daten mehr oder weniger freiwillig an Kriminelle weitergeben. Es passiert immer wieder, dass Verbraucher auf sogenannte „Phishing-Mails“ klicken und in einem Klick ihre hochsensiblen Daten an Kriminelle weitergegeben haben. Phishing-Mails sind E-Mails, die so gut gefälscht worden sind, dass sie aussehen wie Mails von Banken, Dienstleistern oder Online-Shops. Oftmals gaukeln diese Nachrichten vor, dass es Sicherheitsprobleme gibt, auf die der Kunde direkt reagieren soll. Es gibt auch Phishing-Mails, die versuchen Schadsoftware auf den Rechner des Opfers zu bringen. Im Zweifelsfall sollte deshalb nicht der Anhang einer verdächtigen Mail geöffnet werden.

Sicheres Passwort und TAN-Verfahren

Für sicheres Onlinebanking muss aber nicht nur der Rechner oder das Smartphone geschützt werden, sondern auch der Online-Account. Der beste Weg, um dies sicherzustellen, ist ein sicheres Passwort. Dieses sollte sich nicht einfach erraten oder knacken lassen. Ein sicheres Passwort sollte mindestens acht Zeichen haben, aus kleinen und großen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Begriffe, die auch in einem Wörterbuch stehen, sollten vermieden werden. Es ist zudem auch wichtig, dass nicht das gleiche Passwort für mehrere Konten genutzt wird. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme, neben der Passwort-Abfrage beim Online-Banking, sind TAN-Verfahren. Hierbei gibt es verschiedene Varianten. Banken bieten meist mehrere Verfahren an und Kunden können sich dann selbst aussuchen, welche Methode ihnen am liebsten ist.

Sicheres Banking mit dem Smartphone

Banking über das Smartphone wird immer beliebter und das ist auch kein Wunder, denn die meisten Banken bieten mittlerweile Apps für Smartphones und Tablets an. Es gibt sogar Unternehmen, die sich „Smartphone Banken“ nennen, die sich darauf spezialisiert haben, dass Kunden ihre Bankgeschäfte ausschließlich vom Smartphone aus erledigen. Neben den Regeln, die auch für Computer-Nutzer gelten, sollte beim Banking mit dem Smartphone auf weitere Dinge geachtet werden. So sollten Verbraucher Mobile-Banking niemals über öffentliches W-Lan nutzen, da hier die große Gefahr besteht, dass sensible Daten von Hackern abgefangen werden können. Es sollte zudem nicht nur das Onlinebanking-Konto mit einem Passwort geschützt werden, sondern auch das Smartphone. Hierbei bieten sich auch biometrische Lösungen, wie Gesichts- oder Fingerabdruck-ID an. Verbraucher sollten sich Apps zudem auch nur aus sicheren Quellen herunterladen. Zu diesen sicheren Quellen gehören die App-Stores, die von Anfang an auf Smartphones installiert sind.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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