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Tausende Kreditkarten werden rein prophylaktisch ausgetauscht

26.01.2016

Wegen einem Datenleck bei einem Dienstleister werden mehrere Banken die Kreditkarten ihrer Kunden, rein als Vorsichtsmaßnahme, austauschen. Ein solcher Kartentausch kommt immer wieder vor, allerdings selten in diesem Umfang.

Bereits bekannt ist, dass die Commerzbank ca. 15.000 Kunden neue Kreditkarten zuschickt und dessen Tochter Comdirect verschickt ca. 20.000 Ersatz-Karten. Die Postbank tausche derzeit die Karten von ca. 55.000 Kunden aus, aber auch andere Banken, wie die Volksbank, die Hypo-Vereinsbank und die Berliner Landesbank, seien von dem Datenleck betroffen.

Dem Vernehmen nach warnten Visa und Mastercard die Institute vor dem möglichen Ausspionieren sensibler Kreditkartendaten. Die Kreditkartenanbieter informieren grundsätzlich Banken schon beim Verdacht auf einen möglichen Datenklau.

Kunden müssen sich aber normalerweise keine Sorgen machen: In der Regel übernimmt die kartenausstellende Bank den Schaden, wenn Kriminelle geklaute Kartendaten missbräuchlich verwenden. Visa Europe erklärte, das Unternehmen arbeite "eng mit den Betroffenen und den entsprechenden Finanzinstituten zusammen, um den kartenausgebenden Banken gefährdete Konten zu melden, damit sie alle nötigen Schritte zum Schutz der Kunden einleiten können".

Allerdings liegen derzeit noch keine Informationen über Kartenmissbräuche vor.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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