Visa senkt Kreditkarten-Gebühren um 30 Mrd. $
01.05.2024
Visa senkt nach 20 Jahren Streit die Kreditkarten-Gebühren in den USA. Händler können dort nun über die Akzeptanz bestimmter Karten und die Kosten entscheiden. Die Einigung führt zu Milliarden-Einsparungen. Aber wie hoch sind die Kreditkarten-Gebühren eigentlich in der EU?
Kreditkarten-Rechtsstreit nach fast 20 Jahren beigelegt
Langer Kartellprozess beendet:
Visa, Mastercard und die größten Kreditkarten-ausgebenden Banken
senken die Interbankenentgelte in den USA. Nach annähernd 20 Jahren Streit wollen sie die Gebühren dann
bis 2030 stabil halten.
Die US-Einzelhändler sparen durch geringere Wechselkurse für Kreditkarten bis zu 30 Milliarden US-Dollar. 90 Prozent davon sind kleine Unternehmen.
Der Deal muss noch gerichtlich anerkannt werden. Dies gilt jedoch als Formsache.
Händler entscheiden über Karten-Akzeptanz
US-Händler können im Rahmen des Abkommens nun auch Folgendes entscheiden (Stand: 4/2024):
- ob sie bestimmte Karten akzeptieren
- wie viel das Bezahlen mit bestimmten Karten kostet
Was Visa und die US-Händler zu der Einigung sagen
Kim Lawrence von
Visa erklärt:
"Durch direkte Verhandlungen mit Händlern haben wir eine Einigung mit sinnvollen Zugeständnissen erzielt, die echte Schwachstellen angeht, die kleine Unternehmen identifiziert haben. Wichtig ist, dass wir diese Zugeständnisse machen und gleichzeitig die Sicherheit, den Schutz, die Innovation, den Schutz, die Belohnungen und den Zugang zu Krediten aufrechterhalten, die für Millionen Amerikaner und unsere Wirtschaft so wichtig sind."
Robert Eisler von den US-Einzelhändler sagt:
"Mit dieser Einigung erreichen wir unser Ziel, wettbewerbswidrige Beschränkungen zu beseitigen und allen kleinen und großen US-Händlern sofortige und bedeutende Einsparungen zu ermöglichen."
EU vs. USA: Vergleich der Kreditkarten-Gebühren
Wie hoch sind die Kreditkarten-Gebühren für Händler? In den USA liegen die Interbanken-Entgelte bei durchschnittlich 2 Prozent.
In der Europäischen Union (EU) sind es bei
Kreditkarten 0,3 Prozent. Bei
Debitkarten fallen 0,2 Prozent für Händler an. Beide Werte liegen deutlich unter denen aus den USA.