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Was haben Kreditkarten und schwedisches Bier miteinander zu tun?

25.03.2017

Urlauber und Besucher des schönen Landes im hohen Norden wissen bereits worauf wir mit dieser Headline anspielen, aber keine Angst, der Rest der Leserschaft wird im Folgesatz auch erleuchtet werden. Die Lösung des Geheimnisses lautet, dass man dort Letzteres ohne Ersteres nicht erwerben kann.

In Sachen bargeldloser Gesellschaft übernimmt unser Nachbar hoch im Norden eine Vorreiterrolle. Das Bargeldvolumen des Landes reduzierte sich in den letzten 10 Jahren um mehr als die Hälfte. In Kirchen gibt es anstatt des klassischen Klingelbeutels den Kollektomat, um elektronisch Spenden entrichten zu können. Beim Bäcker um die Ecke, im Taxi, am Bahnhofskiosk zeichnet sich das gleiche Bild und natürlich auch in der Dorfkneipe zur Begleichung seines Bierdeckels. Alles wird elektronisch meist via Kreditkarte abgewickelt, von den ca. 1800 Bankfilialen im Land operiert rund die Hälfte komplett bargeldlos.

Die Vorteile liegen auf der Hand, maximale Transparenz und Reduktion der Schattenwirtschaft im Land. Diese Vorteile haben allerdings einen hohen Preis, nämlich die Privatsphäre und Freiheit der Bewohner und Besucher des Landes. Wenn man hierzulande von dem gläsernen Menschen in Bezug auf die hiesigen Datenschutzregeln spricht, dann müssen wir im Norden mindestens vom gläsernen Mensch 2.0 sprechen.

Ob die Angst berechtigt ist und ob dieser Schritt zum Fluch oder Segen wird, wird die Zeit erst weisen. Wirft man jedoch einen Blick in die Vergangenheit des Landes stellt man fest, dass Schweden bereits 1661 in Sachen Geldfluss eine Vorreiterrolle mit der Einführung des Papiergeldes einnahm und eine schwere Bruchlandung mit diesem „Experiment“ landete. Es bleibt daher zu hoffen, dass die Schweden aus den Fehlern in ihrer Vergangenheit lernten und mit entsprechender Ehrfurcht ihre erneute Vorreiterrolle wahrnehmen.

Als Fazit aus dem zuvor genannten kommt der aufmerksame Leser nicht umher festzustellen, dass er ohne ein Kreditkartenprodukt als Geschäftsreisender oder Urlauber bei unseren nordischen Nachbarn ziemlich verloren ist, wenn es um die Beschaffung von Dingen des täglichen Bedarfs ohne elektronischen Zahlmittel geht.

Sollte künftig ein Ausflug nach Schweden geplant sein, empfehlen wir mit einem entsprechenden Kreditkartenprodukt vorzusorgen.

Hjärtliga hälsningar!


Bildquellen:

Bildquelle: Marc-Andre Schneider IT-Services

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