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Wie sicher sind Bankschließfächer?

01.09.2017

Erst vor Kurzem machte die Überflutung einer Hildesheimer Sparkasse Schlagzeilen, denn die gefluteten Bankschließfächer hatten keinen entsprechenden Versicherungsschutz für Elementarschäden. Aus reiner Kulanz für die entstandenen Unannehmlichkeiten wurden die 280 betroffenen Kunden mit je 50 Euro entschädigt. Doch auf was sollte man bei der Anmietung eines Bankschließfaches achten?

Da die Einbruchsrate in Deutschland einen neuen Rekordwert erreicht hat, sind viele Menschen verunsichert. Die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) hat für das Jahr 2015 ergeben, dass die Wohnungseinbruchdiebstähle mit 167.136 Fällen einen Rekordwert erreicht haben. Hierbei handelt es sich um einen Anstieg um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Einbrecher verursachten dabei innerhalb von nur zwölf Monaten einen Schaden (nur Stehlgut) von rund 441 Millionen Euro. Daher beschließen viele Menschen ihr Hab und Gut in Bankschließfächern unterzubringen. Bereits Anfang diesen Jahres hatten Banken und Sparkassen beschlossen, ihre Kapazitäten aufzustocken und ihre Mietpreise teilweise zu erhöhen. Denn zu diesem Zeitpunkt waren bereits rund 80 Prozent der Schließfächer belegt, außerdem gab es zudem auch Wartelisten, da nicht jedes Fach in der gewünschten Größe zur Verfügung stand.

Doch nach der Überflutung der Sparkasse in Hildesheim haben viele Nutzer Bedenken im Bezug auf diese Schließfächer. Alternativen wie Tresore für den Privatgebrauch stehen derzeit wieder hoch im Kurs. Allerdings sollten Nutzer unbedingt ihrer Hausratversicherung Bescheid geben. Denn hierfür gibt es bestimmte Voraussetzungen, damit die gelagerten Dinge auch wirklich versichert sind. Dies gilt im Übrigen auch für Bankschließfächer, denn eventuell können diese auch über die Hausratversicherung laufen. Doch auch hierbei ist Vorsicht geboten, denn häufig wird nur ein geringerer Wert im Falle eines Falles erstattet. Wichtig ist es auch, die AGB der Bank beziehungsweise der Sparkasse zu lesen, denn hieraus wird ersichtlich, was in welchem Fall wie versichert ist. Die Deckungssummen können sich hierbei stark unterscheiden. Zudem ist es wichtig Nachweise über die Gegenstände im Detail zu besitzen, dies kann in Form einer Inventarliste erfolgen. Bestenfalls gibt es dazu noch Kaufbelege, Gutachten und Fotos, welche unabhängig, zum Beispiel bei einem Notar, aufbewahrt werden.


Bildquellen:

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

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